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May Ayim: Hoffnung im Herz

… Ich mache die Fenster weit auf / Ich schnüre die Schuhe fest zu / Ich nehme den Hut / Ich träume nicht mehr / In einsamen Stunden / Dein Gesicht in die Zeit …

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„Oft verstecken sich Menschen hinter den Worten. Worte sollten nicht nur ein Instrument sein, um eine Botschaft zu verbreiten, sondern sie sollten auch zeigen, wer wir sind und warum wir so sprechen, wie wir sprechen.“

Nach May Ayim - afrodeutsche Sprach-Poetin, Pädagogin, Psychologin und Begründerin der Bewegung „Schwarze Deutsche“ - wurde 2010 eine Berliner Uferstraße in Kreuzberg (das ehemalige Gröbenufer) umbenannt, dennoch sind ihre Arbeiten immer noch Wenigen bekannt. Der 30-minütige Dokumentarfilm von Maria Binder bietet eine gute Gelegenheit zu einem ersten Kennenlernen. Binder hat Originaldokumente aus den 90er Jahren zusammengestellt. In Interviews erzählt Ayim vom Aufwachsen in einer weißen Pflegefamilie in den 1960er Jahren, vom Alltagsrassismus der deutschen Gesellschaft und davon, wie der weiße Verbrüderungsjubel der Wiedervereinigung mit einem mulmigen Gefühl bei denen einherging, die anders aussahen als die Mehrheitsgesellschaft. Ihre Erfahrungen bringen sie dazu, sich in der afrodeutschen Bewegung zu engagieren und führen sie 1984 nach Berlin, als ihr Regensburger Professor ihre Diplomarbeit Ihre Diplomarbeit „Afro-Deutsche: Ihre Kultur- und Sozialgeschichte auf dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungen“ ablehnt, da es in Deutschland keinen Rassismus gäbe. Im Film kommt fast nur Ayim selbst zu Wort. In dem klaren, berührenden Duktus, mit dem sie von ihren Erfahrungen erzählt, trägt Ayim auch ihre Gedichte vor, die ihre Kraft erst im Gesprochenwerden richtig entfalten.

… Ich mache die Fenster weit auf / Ich schnüre die Schuhe fest zu / Ich nehme den Hut / Ich träume nicht mehr / In einsamen Stunden / Dein Gesicht in die Zeit …

Hendrike Bake

Details

Deutschland 1997, 35 min
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Maria Binder

Vorführungen

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