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Like Father, Like Son

Vom Vatersein

Als Keito sechs Jahre alt ist, erfahren seine Mittelschichts-Eltern, dass er bei der Geburt mit dem Sohn eines Ladenbesitzers vertauscht wurde. Beide Familien stehen auf einmal vor der Frage, ob sie die Kinder, die sie bislang für Ihre Kinder hielten, weiter aufziehen oder austauschen sollen.

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Als Keito sechs Jahre alt ist, erfahren seine Mittelschichts-Eltern, dass er bei der Geburt vertauscht wurde. Ihr „richtiger“ Sohn ist bislang in der Familie eines kleinen Ladenbesitzers zusammen mit zwei Geschwistern aufgewachsen. Beide Familien stehen auf einmal vor der Frage, ob sie die Kinder, die sie bislang für Ihre Kinder hielten, weiter aufziehen oder austauschen sollen. Für den betreuenden Arzt ist die Sache klar: „100% der Familien tauschen die Kinder aus.“ Aber ist sie das wirklich? Die Familien beschließen zunächst, einander kennen zu lernen und gemeinsame Zeit zu verbringen, damit die Jungen, denen die Eltern die Wahrheit zunächst verschweigen, sich langsam an die neue Familie gewöhnen können. Präzise und mitfühlend beschreibt und beobachtet LIKE FATHER, LIKE SON diesen herzzerreißenden Annäherungsprozess, in dem es keine richtigen und keine falschen Entscheidungen gibt. Während LIKE FATHER, LIKE SON alle Personen, besonders auch die Kinder, die in fast allen Kore-eda Filmen eine wichtige Rolle spielen, im Blick hat, ist er letzten Endes vor allem ein Film über das Vatersein. Zentrum der Erzählung ist Ryota, Keitos Vater, ein hart arbeitender und erfolgreicher Architekt, und der genaue Gegensatz des unambitionierten aber auch sehr liebevollen Elektrohändlers Yudai. Ryota hat Pläne für seinen Sohn, in denen Klavierstunden und die richtige Schule eine wichtige Rolle spielen. Als er erfährt, dass der verträumte Keito gar nicht sein leibliches Kind ist, scheint auf einmal Vieles Sinn zu machen. Es ist vor allem Ryota, der sich mit seinen Ideen vom Vatersein und seinen tatsächlichen Vatergefühlen auseinandersetzen muss.

Hendrike Bake

Details

Originaltitel: Soshite chichi ni naru
Japan 2013, 120 min
Sprache: Japanisch
Genre: Drama
Regie: Hirokazu Kore-Eda
Drehbuch: Hirokazu Kore-Eda
Kamera: Mikiya Takimoto
Schnitt: Hirokazu Kore-Eda
Verleih: Film Kino Text
Darsteller: Yôko Maki, Masaharu Fukuyama, Machiko Ono, Lily Franky
FSK: oA
Kinostart: 25.09.2014

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