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Komm und sieh (WA)

Ein Junge sieht den Faschismus

Aus der Perspektive des jungen Weißrussen Florja erzählt Elem Klimow von Grausamkeiten der deutschen Wehrmacht an weißrussischen Zivilisten.

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Die deutsche Filmkritik hat Elem Klimows Film KOMM UND SIEH von 1986 oft entpolitisiert und als eine Erzählung über die Schrecken des Kriegs verstanden. Dabei ist KOMM UND SIEH kein Antikriegsfilm, sondern ein antifaschistischer Film. In Klimows Film geht es um den eigentlichen Kern des Faschismus: die beiläufige, oft auch lustvolle Brutalität anderen gegenüber und die Verachtung für Schwächere. Er erzählt aus der Perspektive des vielleicht etwa 15 Jahre alten Weißrussen Florja. Der buddelt auf einem früheren Schlachtfeld nach Waffen, um sich den Partisanen anzuschließen. Aber beim ersten Einsatz wird er im Lager zurückgelassen. Dort trifft er die etwas ältere Glascha. Die beiden necken sich gerade im Wald, als das Lager bombardiert wird. Sie wollen zurück zu Florjas Elterns, aber alle Bewohner des Dorfes sind erschossen worden. Sie treffen im Wald auf einen Trupp Geflüchteter und schließlich verschlägt es Florja in ein Dorf, das von den Deutschen mit allen Bewohnern niedergebrannt wird.
Die Deutschen bleiben lange unsichtbar, nur Bomben, Schüsse, Leuchtraketen und Schemen sind von ihnen zu sehen, bevor Klimow das Massaker als besoffenes Volksfest der Nazis inszeniert. Gemordet wird zu Akkordeon, Lachen und Gesang. Eine Szene, in der Florja auf ein Hitlerbild schießt, während in schneller Montage Ausschnitte aus Nazi-Propagandafilmen rückwärts ablaufen, bis ein Bild von Adolf Hitler als Baby auf dem Schoß seiner Mutter zu sehen ist, und Florja in diesem Moment innehält, haben viele als parabelhaft empfunden. Aber so wie die Rache der Partisanen an den Deutschen zwar droht, zum Gewaltexzess zu werden, aber von einer Genossin mit dem Satz: „Es reicht jetzt“ und einer Gewehrsalve beendet wird, geht es auch hier darum, den letzten Schritt zur Unmenschlichkeit eben nicht zu tun. Ein schrecklicher, zutiefst humanistischer Film.

Tom Dorow

Details

Originaltitel: Idi i smotri
UdSSR 1985, 144 min
Sprache: Russisch
Genre: Drama, Kriegsfilm
Regie: Elem Klimow
Drehbuch: Ales Adamovich, Ales Adamovich, Elem Klimov
Verleih: drop-out Cinema
Darsteller: Aleksey Kravchenko, Olga Mironova, Liubomiras Laucevicius, Vladas Bagdonas
FSK: 16
Kinostart: 22.10.2020

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Komm und sieh (WA)

(Idi i smotri) | UdSSR 1985 | Drama, Kriegsfilm | R: Elem Klimow | FSK: 16

Aus der Perspektive des jungen Weißrussen Florja erzählt Elem Klimow von Grausamkeiten der deutschen Wehrmacht an weißrussischen Zivilisten.

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