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Kim hat einen Penis

Die Zukunft ist eine Altbauwohnung in Neukölln

Bei einem Zwischenstopp in der Schweiz lässt sich Pilotin Kim einen Penis machen und bringt ihn mit nach Hause nach Berlin-Neukölln, wo ihr netter Freund Andreas nicht begeistert von dem neuen Accessoire ist.

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Philipp Eichholtz‘ neuer Film spielt heute in der Zukunft. Alles sieht aus, wie man es von seinen Berliner-Mittzwanzigern kennt, aber es gibt eine imaginäre Schweizer Agentur „Gennaro“, bei der es kostengünstige, schnelle Geschlechtsumwandlungen für Jedermann und Jedefrau gibt. Das Motto ist „There are no genders, only choices” und “DYG – Design Your Gender“. Kurzentschlossen lässt sich Pilotin Kim (Margarete Schöne-Radunski) bei einem Zwischenstopp einen Penis machen und bringt ihn mit nach Hause, wo ihr netter Freund Andreas keine Ahnung von dem neuen Accessoire hat. Eichholtz und sein Ensemble spielen den Was-wäre-wenn-Versuchsaufbau mit großem Naturalismus durch. Leitgedanke war offenbar nicht, was für lustige Situationen entstehen würden, sondern, wie sich das wohl anfühlen würde, also jetzt in echt, wenn die Freundin auf einmal einen Penis hätte. Dabei entstehen dann natürlich schon auch sehr lustige Situationen und Dialoge. Kim: „Möchtest du mal anfassen?“ Andreas: „Ach, gerade nicht.“ Während Kim ihren neuen Penis ausprobiert und Andreas versucht, mit der Tatsache zu Rande zu kommen, dass sie a) nun einen hat und ihn vor allem b) nicht vorher gefragt hat, ringt beider beste Freundin Anna mit der Neuigkeit, dass ihr Freund, mit dem sie ein Kind geplant hat, eine andere geschwängert hat. Übergangsweise zieht sie bei Kim und Andreas ein. KIM HAT EINEN PENIS ist oft ziemlich komisch und darüber hinaus macht es Spaß, den Dreien zuzusehen, wie sie ihre Vorstellungen vom Leben und von Beziehung, mal mehr mal weniger eloquent, miteinander verhandeln. Eichholtz erfindet Figuren, die irgendwie echt und kantig sind. Die Humor und Spaß haben, und auch mal blöd und stur sind. Die Freundschaften schätzen. Die auf eine unspektakuläre, energiegeladene Art normal sind, die selten im Kino zu finden ist.

Hendrike Bake

Details

Deutschland 2018, 84 min
Sprache: Deutsch
Genre: Beziehungsfilm, Komödie
Regie: Philipp Eichholtz
Drehbuch: Philipp Eichholtz, Christian Ehrich, Maxi Rosenheinrich, Martina Schöne-Radunski
Kamera: Fee Scherer
Schnitt: Markus Morkötter
Musik: Tina Pepper, Ofrin, Dota
Verleih: UCM.ONE
Darsteller: Martina Schöne-Radunski, Christian Ehrich, Stella Hilb, Matthias Lier, Lana Cooper
FSK: 12
Kinostart: 13.06.2019

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