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Ixcanul – Träume am Fuße des Vulkans

Vertreibung der Schlangen

Die junge Maya Maria lebt mit ihrer Mutter und ihrem Vater auf einer Kaffeeplantage im Hochland Guatemalas. Hier gehört alles dem Großgrundbesitzer, vertreten durch seinen Vorarbeiter Ignacio. Maya soll Ignacio heiraten, was für ihre Familie ein großer Coup wäre, aber sie ist in den Arbeiter Pepe verliebt.

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Die junge Maya Maria lebt mit ihrer Mutter und ihrem Vater auf einer Kaffeeplantage im Hochland Guatemalas. Hier gehört alles dem Großgrundbesitzer, vertreten durch seinen Vorarbeiter Ignacio: die Hütte der Eltern, die Plantage, das von Schlangen verseuchte Feld vor der Hütte und die Kneipe, in der die Maya-Arbeiter ihren Lohn vertrinken bis sie so verschuldet sind, dass sie den Kaffee umsonst pflücken müssen. Maya soll Ignacio heiraten, was für ihre Familie ein großer Coup wäre, aber sie ist in den Arbeiter Pepe verliebt, der von der Emigration in die USA träumt. Als Maria von Pepe schwanger wird, verschwindet der über Nacht. Ihre Mutter versucht mit allen möglichen traditionellen religiös-magischen Mitteln, eine Abtreibung zu erreichen, was aber misslingt. Für die Familie bedeutet Marias Schwangerschaft eine Katastrophe. Ihnen droht der Verlust ihrer Hütte, und die komplette Vertreibung durch Ignacio, wenn sie keinen ökonomischen Grund schaffen, der sie unersetzlich macht. Nur die Vertreibung der Schlangen auf dem unwirtschaftlichen Feld kann sie retten.
IXCANUL erzählt von einem ausgebeuteten Volk, dem weder wohlmeinende Staatsangestellte, die kein Maya sprechen, helfen können, noch ihre eigenen magisch-religiösen Traditionen. Helfen würden Alphabetisierungsprogramme, Bodenreformen und Sprachkurse in beide Richtungen, aber als einsprachige Analphabeten sind die Maya-Arbeitskräfte leichter beherrschbar. Staatliche Initiativen erweisen sich auch im Film als symbolpolitisches Feigenblatt, das von vornherein keine Änderung bewirken darf. Regisseur Jorge Bustamente wuchs selbst im Hochland von Guatemala auf, wo seine Mutter medizinische Aufklärungskampagnen durchführte. Er entwickelte seinen eindringlichen Film gemeinsam mit guamaltekischen Maya in Workshops und Gesprächen.

Hannes Stein

Details

Originaltitel: Ixcanul
Guatemala/Frankreich 2015, 93 min
Sprache: Maya, Spanisch
Genre: Drama
Regie: Jayro Bustamante
Drehbuch: Jayro Bustamante
Kamera: Luis Armando Arteaga
Schnitt: César Díaz (II)
Musik: Pascual Reyes
Verleih: Kairos Filmverleih
Darsteller: María Mercedes Croy, Maria Telon, Manuel Antún
FSK: 12
Kinostart: 31.03.2016

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