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I am the Tigress

Bodybuilderin

Tischa „The Tigress“ Thomas ist Mutter und Großmutter, Afro-Amerikanerin und Body-Builderin. Sie bereitet sich auf ihren letzten großen Wettbewerb in Rumänien vor.

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Tischa „The Tigress“ Thomas ist Mutter und Großmutter, Afro-Amerikanerin und Body-Builderin. Ihr Erscheinungsbild ist das Produkt von harter Arbeit, Diät und Verzicht. Sie bereitet sich auf ihren letzten großen Wettbewerb in Rumänien vor. Auch wenn hier spektakuläre Körper im Rampenlicht stehen, hat die internationale Bodybuilding-Szene nur wenig Glamour hinter den Kulissen zu bieten. Die Dokumentarfilmer Philipp Fussenegger und Dino Osmanović begleiteten „die Tigerin“ über zweieinhalb Jahre auf Wettkämpfe, im Alltag und im Zweifel.

Gleich zu Beginn verkündet Tischa ihren Glaubenssatz: Deinen Körper schaffst du dir selbst. Deshalb sind auch die Enttäuschung und der Frust groß, wenn er von der Jury nicht so hoch bewertet wird, wie erhofft. Tischa flucht, schimpft auf das Bräunungsspray und mit ihrem Trainer. Aber all das ist schnell vergessen. Auf der nächsten Bühne strahlt Tischa wieder, die goldblonde Perücke glänzt mit den eingeölten Muskeln um die Wette. Alle sollen sie bewundern. Auch außerhalb des Wettbewerbs. Für ihre Enkel will Tischa die stärkste Oma der Welt sein, in ihrem kleinen Apartment zieht sie sich vor der Webcam gegen Geld aus.

I AM THE TIGRESS bleibt von den Regisseuren unkommentiert. Sie beobachten, fokussieren sich auf Tischa und setzen darauf, dass sich ihre Lebensumstände in den nachfolgenden Szenen erklären. Wenn Tischa zu Beginn des Films auf den überteuerten Selbstbräuner schimpft, ist noch nicht klar, welche finanziellen Mittel sie für die Wettkämpfe aufbringt. Wie sie das Geld verdient. Wer warum in sie investiert. Der Glitzerlack bröckelt langsam ab, Tischas Körper wird dem Training nicht mehr lange standhalten. Ihre Body-Building-Karriere findet ein Ende, aber nicht ihr Selbstbewusstsein. „I am still The Tigress“, sagt sie und lächelt.

Clarissa Lempp

Details

Originaltitel: I Am The Tigress
Deutschland/USA/Österreich 2021, 80 min
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Philipp Fussenegger, Dino Osmanoviç
Kamera: Dino Osmanoviç
Schnitt: Judy Landkammer
Musik: Mario Batkovic
Verleih: Four Guys
Kinostart: 14.04.2022

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