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Holofiction

HOLOFICTION – Darstellung der Shoah im fiktionalen FilmIn seinem experimentellen Dokumentarfilm hat Kosakowski mit Archivbildern aus mehr als 3.000 fiktionalen Filmwerken, die die Shoah thematisieren und weltweit entstanden sind, ein eigenes neues Werk montiert. Zugleich ist HOLOFICTION (102 Min.) eine eindringliche künstlerische Bestandsaufnahme von seit Jahrzehnten wiederkehrenden Motiven und szenischen Narrativen, auf die Filmschaffende zurückgriffen, wenn sie den Massenmord an Jüdinnen und Juden zum Gegenstand einer fiktionalen Erzählung machten.Eingeschlagene Schaufensterscheiben, Menschen, die in LKW gedrängt, Waggontüren, die geschlossen werden, zurückgebliebene Koffer, Stacheldrahtzäune, Lederstiefel, Schäferhunde – das Ausmaß an fiktionalisiertem Bildmaterial über die NS-Zeit ist überwältigend. Der Holocaust und der Zweite Weltkrieg gehören zu den am häufigsten verfilmten Ereignissen der Weltgeschichte. Regisseur Kosakowski erklärt in einem Statement, dass Ausgangspunkt seiner Arbeit an diesem Film eine Aussage des französischen Journalisten und Filmemachers Claude Lanzmann war: „Fiktion ist eine Übertretung. Ich bin der Überzeugung, dass bestimmte Dinge nicht dargestellt werden dürfen.“ (Lanzmann 1993 anlässlich der Veröffentlichung von „Schindlers Liste“)

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Eine essayistische Montage aus tausenden Filmausschnitten untersucht, wie das Kino die Shoah über Jahrzehnte hinweg dargestellt und visuell geprägt hat – und stellt Fragen danach, was diese Bilder zeigen können, was sie verdecken und wie sie den Weg ins unser kollektives Gedächtnis fanden.
(JFBB)

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Deutschland/Österreich 2025, 102 min
Genre: Dokumentarfilm, Experimentalfilm
Regie: Michal Kosakowski

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