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Here to be Heard: The Story of The Slits

Wir sind keine Musiker

Ihr erstes Album „Cut“ ist ein Meilenstein des Post-Punk und des feministischen Pop. The Slits könnten sich als geniale Innovatorinnen feiern lassen. Wovon sie aber erzählen, ist vor allem eine Idee und eine ebenso entschlossene wie widersprüchliche Geschichte von Kooperationen – und von Verletzungen.

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HERE TO BE HEARD – THE STORY OF THE SLITS unterscheidet sich in einem Punkt von ähnlichen Filmen über andere Rock- und Pop-Bands: Die überlebenden Ex-Slits erzählen sehr genau, dass ihre Musik nicht in einem luftleeren Raum entstanden ist. Ihr erstes Album „Cut“ ist ein Meilenstein des Post-Punk und des feministischen Pop. The Slits könnten sich als geniale Innovatorinnen feiern lassen. Wovon sie aber erzählen, ist vor allem eine Idee und eine ebenso entschlossene wie widersprüchliche Geschichte von Kooperationen – und von Verletzungen. Gitarristin Viv Albertine sagt, es habe kein Blatt Papier zwischen die Frauen in der Band gepasst, gleich in der nächsten Szene erzählt Bassistin Tessa Pollitt, wie sie den Auftrag bekommen hat, ihre beste Freundin, die Drummerin Palmolive (aka Paloma Romero) aus der Band zu kegeln. Für Viv Albertine, die nach dem ersten Auftritt der Slits in der Band mitspielen wollte, hatten The Slits schon die erste Gitarristin Kate Corris geschasst… Die Slits hatten zwar behauptet „Wir sind keine Musiker“ (Sängerin Ari Up aka Ariane Forster, 1977) aber der spätere Siouxsie and The Banshees-Drummer Budgie hatte halt diesen wunderbaren leichten Anschlag, den die Slits für den Dub-Sound auf „Cut“ benötigten. Begegnungen veränderten The Slits von Anfang an, und das wurde zu einem Produktionsprinzip. Sie tourten mit Reggae-Bands wie Steel Pulse und Free-Jazzern wie Don Cherry, dessen Tochter Neneh Cherry spontan in die Band einstieg. Die Slits traten gemeinsam mit den Polit-Experimental-Punks von The Pop Group auf, und nicht zufällig ähnelten sich die Cover des Pop Group Albums „Y“ und von „Cut“. Beide Alben träumten von einer neuen Popmusik, die schwarze und weiße Elemente verband, beide waren von dem schwarzen Dub-Produzenten Dennis Bovell produziert. Die feministische Utopie war damals die einer Zusammenarbeit über Grenzen hinweg und nicht vor sich hin brütendes Genie.

Thomas Dorow

Details

Originaltitel: Here To Be Heard – The Story of the Slits
USA 2017, 86 min
Genre: Dokumentarfilm, Musikfilm, Biografie
Regie: William E. Badgley
Drehbuch: William E. Badgley
Kamera: William E. Badgley
Schnitt: William E. Badgley
Verleih: Filmokratie
Kinostart: 08.11.2018

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Here to be Heard: The Story of The Slits

(Here To Be Heard – The Story of the Slits) | USA 2017 | Dokumentarfilm, Musikfilm, Biografie | R: William E. Badgley

Ihr erstes Album „Cut“ ist ein Meilenstein des Post-Punk und des feministischen Pop. The Slits könnten sich als geniale Innovatorinnen feiern lassen. Wovon sie aber erzählen, ist vor allem eine Idee und eine ebenso entschlossene wie widersprüchliche Geschichte von Kooperationen – und von Verletzungen.

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