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Grenzland

Verlassen, Kommen, Bleiben

Nach GRENZLAND - EINE REISE von 1992, kurz nach dem Fall der Mauer gedreht, ist dies der zweite Film von Andreas Voigt über die Region zwischen Deutschland und Polen, über eine Landschaft, und über Begegnungen mit Menschen beidseitig der Oder und Neisse.

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Nach GRENZLAND - EINE REISE von 1992, kurz nach dem Fall der Mauer gedreht, ist dies der zweite Film von Andreas Voigt über die Region zwischen Deutschland und Polen, über eine Landschaft, und über Begegnungen mit Menschen beidseitig der Oder und Neisse. Viele von ihnen haben eine Migrationsgeschichte, andere sind Richtung Westen gezogen, einige sind geblieben. Immer geht es um das Verlassen, das Kommen, das Bleiben und die Suche nach den Wurzeln. Was zutage tritt, sind in der Regel die biografischen Brüche mit ihren zum Teil einschneidenden Konsequenzen.
Das Porträt der Grenzregion ist manchmal bizarr, häufig aber bewegend, weil die Menschen wie die Landschaft eine große Melancholie in sich tragen. Die Palette der Emotionen reicht von
einem pragmatischen, fatalistischen oder depressiven, bis hin zu einem leicht zwanghaft optimistischen Lebensgefühl. Da ist Carla, die in den Westen musste, um arbeiten zu können, aber sich scheinbar mit allem arrangieren kann, solange sie materiell abgesichert ist, oder ein älterer Werkzeugmacher, dem fehlt, dass er sich auf etwas freuen kann, er dümple nur so vor sich hin, sagt er, und da ist Sallman, der aus Syrien stammt, seine neue Arbeit und alles prima findet, bis seine Zuversicht erste Risse bekommt.
Stärker als in den Filmen von Volker Koepp bevorzugt Andreas Voigt einen psychosozialen Blickwinkel. Dabei kommen auch diejenigen vor, die einen eher schlichten Begriff von „Heimat“ haben, der entweder seltsam oder national und gefährlich ist. Deutlich wird aber auch, dass die identitätspolitischen Aspekte nicht ohne den Verweis auf die gesellschaftlichen, also kapitalistischen Verwerfungen zu haben sind. GRENZLAND ist ein reichhaltiger und komplexer Film, der, ohne zu zerfasern, nach jeder neuen Begegnung unterschiedliche Diskurse ermöglicht.

Michael Schmitz

Details

Originaltitel: Pogranicze
Polen/Deutschland 2020, 100 min
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Andreas Voigt
Drehbuch: Andreas Voigt
Kamera: Marcus Lenz Maurice Wilkerling, Sebastian Richter, Andreas Voigt, Wojciech Ostrowski
Schnitt: Ina Tangermann
Verleih: barnsteiner Film
FSK: oA
Kinostart: 08.07.2021

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Grenzland

(Pogranicze) | Polen/Deutschland 2020 | Dokumentarfilm | R: Andreas Voigt | FSK: oA

Nach GRENZLAND - EINE REISE von 1992, kurz nach dem Fall der Mauer gedreht, ist dies der zweite Film von Andreas Voigt über die Region zwischen Deutschland und Polen, über eine Landschaft, und über Begegnungen mit Menschen beidseitig der Oder und Neisse.

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