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Gemeinsam wohnt man besser

Mehrgenerationen-WG

Durch Zufall zieht die flippige Studentin Manuel beim depressiven Witwer Hubert ein. Nach anfänglichem Unbehagen begeistert sich Hubert für die WG und nimmt auch den frisch geschiedenen Anwalt Paul-Gérard und die herzensgute Krankenschwester Marion bei sich auf.

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Ein bisschen erinnert GEMEINSAM WOHNT MAN BESSER an FRÜHSTÜCK BEI MONSIEUR HENRI, denn die Ausgangssituation ist ähnlich: Eine junge Studentin zieht bei einem älteren Herrn ein, der davon gar nicht begeistert ist. Dann geht es aber durchaus unterschiedlich weiter. In GEMEINSAM WOHNT MAN BESSER ist eine Verwechslung daran schuld, dass die junge flippige Manuela – Bérengère Krief als Wirbelwind par excellence – beim kürzlich verwitweten Hubert (André Dussollier) klingelt. Der hatte eigentlich eine Putzfrau engagieren wollen und bei der falschen Annonce angerufen. Manuela sucht eine Wohnung und bietet nun alle Überzeugungskraft auf, um nicht wieder auf dem katastrophalen Pariser Wohnungsmarkt zu landen. Hubert lässt sich bequatschen und kommt so unverhofft zu einer Mitbewohnerin. Zunächst kracht es in der Beziehung der beiden „colocataires“ ungefähr so wie jedes Mal, wenn Manuela die Tür ins Schloss fallen lässt. Aber bald können die beiden gut miteinander, denn anders als Monsieur Henri ist Hubert eigentlich ein geselliger Mensch. Krief und Dussolier entwickeln glaubhaft eine Chemie irgendwo zwischen Vater-Tochter und gute Kumpel. In einer Partynacht stimmt Hubert sogar zu, weitere Mitbewohner aufzunehmen. Bald darauf ziehen Paul-Gérard, ein frisch geschiedener Anwalt, der sicherheitshalber kein Gluten isst, und die herzensgute aber lärmempfindliche Krankenschwester Marion ein. GEMEINSAM WOHNT MAN BESSER arrangiert ein vertrautes Arsenal von Erzählelementen - die rote Vespa, die Lebensfreude symbolisiert, der verklemmte Anwalt, das WG-Casting mit den kuriosen Charakteren – zu einem überaus freundlichen Film mit einer super-freundlichen Botschaft. Das Boot, das sich WG nennt, hat einige Untiefen zu umschiffen, aber letzten Endes ist mehr Gemeinschaft immer ein Gewinn für alle.

Toni Ohms

Details

Originaltitel: Adopte un veuf
Frankreich 2016, 97 min
Genre: Komödie
Regie: François Desagnat
Drehbuch: Romain Protat, François Desagnat, Jérôme Corcos, Catherine Diament
Kamera: Vincent Gallot
Musik: Fabien Cahen
Verleih: Alamode Film
Darsteller: André Dussollier, Julia Piaton, Nicolas Marié, Berengere Krief, Arnaud Ducret
FSK: oA
Kinostart: 22.12.2016

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