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Frühling in Paris

Gleichklingende Melancholie

Die 16-jährige Suzanne kann mit ihren Mitschüler*innen wenig anfangen kann. Interessanter findet sie einen melancholischen Theaterschauspieler Mitte Dreißig, der in einem kleinen Boulevardtheater spielt, an dem sie täglich auf dem Schulweg vorbeikommt.

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Suzanne Lindon, die Tochter des französischen Superstar-Schauspielerpaars Sandrine Kiberlain und Vincent Lindon, war gerade mal 15 Jahre alt, als sie das Drehbuch zu FRÜHLING IN PARIS (SEIZE PRINTEMPS) geschrieben hat, und auch in der Verfilmung des Stoffes, die sie nun im Alter von 21 Jahren realisiert hat, steckt noch viel Teenager. Zum Beispiel ist da diese Kombination aus extremer Schüchternheit gepaart mit einem ausgeprägten Überlegenheitsgefühl. Lindon spielt sich selbst, bzw. eine 16-Jährige mit dem Namen Suzanne, die mit ihren Mitschüler*innen wenig anfangen kann. Inmitten von Freundinnen wirkt sie verloren, hört kaum, was diese sagen. Als ein Mädchen sie auf dem Weg zu einer Party fragt, wie sie die Jungs in der Klasse auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten würde, sagt sie erst, dass sie das prinzipiell blöd findet, um dann anzufügen „Wenn ich unbedingt müsste – alle eine fünf.“ Interessanter findet Suzanne einen melancholischen Theaterschauspieler Mitte Dreißig, der in einem kleinen Boulevardtheater spielt, an dem sie täglich auf dem Schulweg vorbeikommt. Sie lungert dort herum und lernt ihn kennen. Sie trinken eine Limonade zusammen. Wo nun im klassischen französischen Autorenkino rehäugige Erotik an der Grenze zur Legalität folgen würde, bleibt es in FRÜHLING IN PARIS fast kindlich versponnen. Momente der Nähe ersetzt Lindon mit Tanzeinlagen, die eher von gleichklingender Melancholie als von Körperlichkeit erzählen. Sie illustrieren weniger die Beziehung der beiden, als das Bild von Liebe und Erwachsensein, das Suzanne mit sich herumträgt. FRÜHLING IN PARIS ist sehr eigen, schwer zu fassen und vielleicht, wie die Suzanne im Film, noch zu sehr im eigenen Kopf verfangen, um wirklich Kontakt mit dem Publikum aufzunehmen, macht aber sehr neugierig auf den weiteren Weg der Regisseurin.

Hendrike Bake

Details

Originaltitel: 16 printemps
Frankreich 2020, 73 min
Sprache: Französisch
Genre: Drama
Regie: Suzanne Lindon
Drehbuch: Suzanne Lindon
Kamera: Jérémie Attard
Schnitt: Pascale Chavance
Musik: Vincent Delerm
Verleih: MFA
Darsteller: Suzanne Lindon, Arnaud Valois, Frédéric Pierrot, Dominique Besnehard
FSK: oA
Kinostart: 17.06.2021

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Frühling in Paris

(16 printemps) | Frankreich 2020 | Drama | R: Suzanne Lindon | FSK: oA

Die 16-jährige Suzanne kann mit ihren Mitschüler*innen wenig anfangen kann. Interessanter findet sie einen melancholischen Theaterschauspieler Mitte Dreißig, der in einem kleinen Boulevardtheater spielt, an dem sie täglich auf dem Schulweg vorbeikommt.

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