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Fritz Bauers Erbe – Gerechtigkeit verjährt nicht

Späte Prozesse

Der Dokumentarfilm begleitet zwei aktuelle Prozesse gegen ehemalige KZ-Aufseher. Verständlich und detailliert geben Expert*innen in Gesprächen Einblicke in die Vorgänge vor Gericht und die Geschichte der Prozesse gegen NS-Verbrecher in der Bundesrepublik.

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2018 steht der frühere SS-Wachmann Johann R. in Münster vor Gericht. Möglich wurde die Anklage dank der Zeugenaussage von Judy Meisel (USA), Überlebende des KZ Stutthof, die den Mann auf einem Foto identifizierte. Zwei Jahre später wird in Hamburg ein weiterer Wachmann des KZ Stutthof angeklagt; Zeugin ist die über 90-jährige Roza Bloch, die aus Israel anreist, um ihre Aussage zu machen. Beide Damen und ihre Familien stellen der deutschen Justiz die gleiche Frage: Warum hat es mehr als ein halbes Jahrhundert gedauert, diese Männer vor Gericht zu bringen?
Dieser Frage versucht sich der Dokumentarfilm FRITZ BAUERS ERBE – GERECHTIGKEIT VERJÄHRT NICHT anzunähern. Das Team begleitete die Nebenklägerinnen, ihre Angehörigen und die Rechtsanwälte, die sie vor Gericht vertreten, während der Verfahren. Verständlich und detailliert geben Expert*innen in Gesprächen Einblicke in die Vorgänge vor Gericht, ihre Archivarbeit sowie die Geschichte der Prozesse gegen KZ-Verbrecher in der Bundesrepublik. Erst 1963 fand auf Initiative des jüdischen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer mit dem Auschwitzprozess in Frankfurt zum ersten Mal ein Versuch statt, die „kleinen Rädchen“ im Getriebe des industriellen Massenmordes zur Rechenschaft zu ziehen. Seine „Rädchentheorie“ lehnte die deutsche Justiz jedoch ab – erst mit den Prozessen zum 11. September wurden Präzedenzfälle geschaffen, die es möglich machten, Mittäter an Massenverbrechen in Bauers Sinne zu verurteilen.
Regisseurinnen Sabine Lamby, Cornelia Partmann und Isabel Gathof lassen uns in ihrem einfühlsam gefilmten Film nachvollziehen, wie tief die Verbrechen (und die Verbrecher) der Nazizeit in der deutschen Gesellschaft verwurzelt sind, und warum es auch nach über 70 Jahren immer noch sinnvoll und noch unabdingbar ist, dafür zu kämpfen, dass diese Taten so lange wie möglich juristisch verfolgt werden.

Eva Szulkowski

Details

Originaltitel: Fritz Bauers Erbe
Deutschland 2021, 98 min
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Sabine Lamby, Cornelia Partmann, Isabel Gathof
Drehbuch: Sabine Lamby, Cornelia Partmann, Isabel Gathof
Kamera: Nicolas Mussell
Schnitt: Martin Hoffmann
Musik: Matthias Vogt
Verleih: Real Fiction
Kinostart: 02.02.2023

NEUSTART

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Fritz Bauers Erbe - Gerechtigkeit verjährt nicht

(Fritz Bauers Erbe) | Deutschland 2021 | Dokumentarfilm | R: Sabine Lamby, Cornelia Partmann, Isabel Gathof | NEUSTART

Der Dokumentarfilm begleitet zwei aktuelle Prozesse gegen ehemalige KZ-Aufseher. Verständlich und detailliert geben Expert*innen in Gesprächen Einblicke in die Vorgänge vor Gericht und die Geschichte der Prozesse gegen NS-Verbrecher in der Bundesrepublik.

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