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EPIC – Elvis Presley in Concert

Unerhörte Intensität

Elvis hatte gemeinsam mit ganz wenigen anderen Künstler*innen die Fähigkeit, die Intensität seiner Auftritte ins Unerhörte zu steigern, sodass einem der Atem wegbleiben konnte. Baz Luhrmann hat einen ganzen Strauß solcher Momente der allerhöchsten Intensität zusammengesucht.

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Nach dem Spielfilm ELVIS (2022) mit Austin Butler als Elvis und Tom Hanks als Colonel Parker bringt Baz Luhrmann nun einen Dokumentarfilm über Elvis ins Kino, der behauptet, ein Konzertfilm zu sein, aber keiner ist. Viele, viele Songs werden nur ganz kurz angespielt, manchmal auf einen einzelnen Vers reduziert. Elvis’ eigene Off-Stimme behauptet zu Beginn, hier werde nun endlich aus seiner Perspektive die Geschichte erzählt, und auch das stimmt natürlich nicht.

Dabei ist EPIC tatsächlich ein sensationeller Film. Baz Luhrmann rauscht zunächst in einer rasanten Montage durch die frühen Erfolge der Fünfzigerjahre, Elvis’ Militärzeit, die vermutlich seine Karriere ruinieren sollte. Dann Elvis’ Rückkehr, eine lange Reihe debiler Filme, das „68 Comeback Special“ und die Live-Konzert-Residenz in Las Vegas, die einerseits die kreativste Phase in Elvis’ Karriere markierte, ihn aber auch, mit zwei bis drei Shows am Tag und völliger Verausgabung ums Leben brachte. Aus dieser Phase hat Luhrmann einige Höhepunkte aus Shows und Proben zusammengestellt, und die Aufnahmen haben es tatsächlich in sich.

Elvis hatte gemeinsam mit ganz wenigen anderen Künstler*innen die Fähigkeit, die Intensität seiner Auftritte so zu steigern, dass einem der Atem wegbleiben konnte. Baz Luhrmann hat einen Strauß solcher Momente der allerhöchsten Intensität zusammengesucht, von einer frühen Performance von „Burning Love“ bis zum absoluten Maximum der Verausgabung bei der Gospel-Hymne „How Great Thou Art“. Sound und Bild sind makellos restauriert. EPIC sieht fantastisch aus, die Musik ist großartig. Die Atmosphäre der miefigen Hotelsäle, in denen die Auftritte stattfanden, bildet einen brutalen Kontrast zur Qualität von Elvis’ Performances. Ein exzellenter Film über einen Entertainer, der mit Höchstgeschwindigkeit auf eine Wand zusteuert.

Tom Dorow

Details

Originaltitel: EPiC – Elvis Presley in Concert
Australien 2025, 96 min
Sprache: Englisch
Genre: Dokumentarfilm, Musikfilm, Konzertfilm
Regie: Baz Luhrmann
Schnitt: Jonathan Redmond
Verleih: Universal Pictures
Kinostart: 26.02.2026

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EPIC - Elvis Presley in Concert

(EPiC – Elvis Presley in Concert) | Australien 2025 | Dokumentarfilm, Musikfilm, Konzertfilm | R: Baz Luhrmann

Elvis hatte gemeinsam mit ganz wenigen anderen Künstler*innen die Fähigkeit, die Intensität seiner Auftritte ins Unerhörte zu steigern, sodass einem der Atem wegbleiben konnte. Baz Luhrmann hat einen ganzen Strauß solcher Momente der allerhöchsten Intensität zusammengesucht.

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