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Eine bretonische Liebe

Väter-Dilemmata

Als Erwan erfährt, dass sein Vater nicht sein biologischer Vater ist, beauftragt er eine Detektivin, seinen Erzeuger zu finden. Die Suche führt ihn zu einem charmanten älteren Herrn, der sich für die Rolle anbieten würde.

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Eine Diagnose bringt Erwans Leben in Unordnung. Da sein Vater an einer Erbkrankheit leidet, hat er darauf bestanden, gemeinsam mit seiner schwangeren Tochter einen Test zu machen. Der Arzt beruhigt ihn: Weder er noch seine Tochter noch das Baby sind gefährdet – das liegt allerdings vor allem daran, dass Erwan und sein Vater keine übereinstimmenden Gene besitzen. Erwan beauftragt eine Detektivin mit dem Aufspüren seines biologischen Vaters und stößt dabei auf den sympathischen Sozialisten Joseph, der in der unmittelbaren Nachbarschaft wohnt und mit seiner Mutter zusammen studiert hat. Die beiden Männer verstehen sich gut, seinem biografischen Vater verschweigt Erwan die neue Bekanntschaft aber lieber. Um das Vater-Sohn-Drama im Zentrum drapiert Regisseurin Carine Tardieu weitere Vätergeschichten, wie das Verhältnis von Joseph und seiner Tochter Anne, die sich liebevoll-genervt um ihn kümmert und sich ansonsten beziehungslos durchschlägt. Erwans Tochter Juliette wiederum will den Namen des Kindsvaters nicht preisgeben, hat aber einen der schwererziehbaren Jugendlichen, die sie betreut, in der Firma ihres Vaters untergebracht. Und dann ist da noch die titelgebende Liebesgeschichte, die sich ausgerechnet zwischen Erwan und seiner niegelnagelneuen Halbschwester Anna anbahnt...
Die Verhältnisse in EINE BRETONISCHE LIEBE sind recht durchsichtig konstruiert – die Personen aber sind liebevoll und mit einer angenehmen Bodenständigkeit gezeichnet. Vor allem geben Erwan, gespielt von François Damiens als Typ von nebenan - ein kleiner Unternehmer, der eine Minenräumfirma leitet, seinen Job gerne macht, seine Tochter liebt, aber auch noch auf der Suche ist – und Anna, gespielt von Cécile de France als Pendlerin zwischen Dreistigkeit und Zurückhaltung, Offenheit und Abwehr, ein schönes Paar.

Toni Ohms

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Details

Originaltitel: Ôtez-moi d'un doute
Frankreich 2017, 100 min
Genre: Komödie
Regie: Carine Tardieu
Drehbuch: Michel Leclerc, Carine Tardieu, Raphaële Moussafir
Kamera: Pierre Cottereau
Schnitt: Christel Dewynter
Musik: Eric Slabiak
Verleih: Arsenal Filmverleih
Darsteller: Cécile de France, François Damiens, André Wilms, Alice de Lencquesaing
FSK: 6
Kinostart: 21.12.2017

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