Entfernung über GPS
ab PLZ

Die Tänzerin

Ikone des Jugendstils

Biopic über die Amerikanerin Loïe Fuller, die den Serpentinentanz entwickelt und zur Ikone des Jugendstils wird.

Mehr

Paris um 1900. Die burschikose Amerikanerin Loïe Fuller revolutioniert den modernen Tanz mit ihren flatternden Kostümen und einer ausgefeilten, damals neuartigen elektrischen Bühnenlichtshow. Mit Bambusstäben verlängert die Tänzerin ihre Arme, um die wallenden Seidenstoffe hoch in die Luft zu wirbeln. Die avantgardistische Szene der französischen Hauptstadt zur Zeit der Belle Époque ist sofort Feuer und Flamme für Fuller, die zu einer Ikone des Jugendstils aufsteigt. In ihrem nicht durchgängig faktentreuen Biopic vermittelt die französische Regisseurin Stéphanie Di Giusto den Zauber der Serpentinentanzshows in zwei ausgefeilten Sequenzen, die Fullers Choreographien als Explosion von Licht, Farben und Musik eindringlich in Szene setzen. Zwischen den Auftritten geht es vor allem um hoffnungslose Liebe. Als Loïe Fuller am Anfang des Films noch im Mittleren Westen der USA lebt, verliebt sich ein Dandy unglücklich in sie und ermöglicht ihr schließlich die Übersiedlung nach Paris. Dort angekommen ereilt Loïe dasselbe Schicksal, als sie sich in die junge Tänzerin Isadora Duncan verliebt, die die Gefühle ihrer Mentorin nicht erwidert. Die erotisch aufgeladene Beziehung zwischen der Lehrerin und der Schülerin findet in den Tanzauftritten einen sinnlichen Ausdruck. Als episodische Hommage an die Pionierin des modernen Tanzes funktioniert DIE TÄNZERIN auch deshalb so gut, weil sich die Post-Punk Sängerin Soko als ideale Besetzung für die Protagonistin Loïe Fuller erweist. Dass Lily-Rose Depp als Isadora Duncan nicht ganz an die zwingende Präsenz von Soko heranreicht, erweist sich als kleiner Wermutstropfen in einem berauschenden Film, der seine Magie aus Farben, Lichtspielen und Bewegung bezieht und damit ganz nah am Herzen des Kinos schlägt.

Christian Horn

Details

Originaltitel: La danseuse
Frankreich/Belgien/Tschechien 2016, 108 min
Sprache: Französisch
Genre: Biografie, Drama, Musikfilm
Regie: Stéphanie Di Giusto
Drehbuch: Thomas Bidegain, Stéphanie Di Giusto, Sarah Thibau
Kamera: Benoît Debie
Schnitt: Géraldine Mangenot
Verleih: Prokino Filmverleih
Darsteller: Gaspard Ulliel, Mélanie Thierry, François Damiens, Denis Menochet, Lily-Rose Depp, SoKo
FSK: 12
Kinostart: 03.11.2016

Website
IMDB

Vorführungen

Vorführungen

ALLE ANGABEN OHNE GEWÄHR.
Die Inhalte dieser Webseite dürfen nicht gehandelt oder weitergegeben werden. Jede Vervielfältigung, Veröffentlichung oder andere Nutzung dieser Inhalte ist verboten, soweit die INDIEKINO BERLIN UG (haftungsbeschränkt) nicht ausdrücklich schriftlich ihr Einverständnis erklärt hat.