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Die Rote Kapelle

Berliner Widerstandsgruppe

Der Film illustriert die Geschichte der Widerstandsgruppe „Rote Kapelle“ mit Ausschnitten aus BRD- und DDR-Spielfilmen und lässt zahlreiche Kinder und Nachfahren der Widerstandskämpfer*innen sowie Historiker*innen zu Wort kommen.

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Nach Christian Weisenborns sehr persönlichem Film DIE GUTEN FEINDE über seinen Vater Günther Weisenborn und dessen Mitwirkung in der Widerstandsgruppe, die von den Nazis als „Rote Kapelle“ bezeichnet wurde, kommt jetzt ein Film in die Kinos, der eine umfassende Darstellung des Netzwerkes der „Roten Kapelle“ versucht, das von Berlin bis nach Brüssel und Paris reichte. Zugleich zeigt der Film von Carl-Ludwig Rettinger, wie die Darstellung des Netzwerkes in der ARD-Serie DIE ROTE KAPELLE/L’ORCHESTRE ROUGE und dem aufwendiger 70mm-DEFA-Spielfilm KLK RUFT PTX – DIE ROTE KAPELLE aus den siebziger Jahren die jeweilige offizielle Haltung von BRD und DDR im kalten Krieg spiegelte und die wahren Aktivitäten der Widerstandskämpfer und -kämpferinnen verfälschte. Die DDR vereinnahmte sie als kommunistische Helden, in der BRD galten sie als von der KPdSU gesteuerte Agenten. Beide Filme sparen Haft, Folter und die grausamen Hinrichtungen der Widerstandskämpfer aus.
Der Berliner Widerstandsgruppe um Harro Schulze-Boysen gelang es, sich Informationen über die militärischen Pläne der Wehrmacht zu verschaffen, und sie mit Hilfe des Brüsseler Spionagenetzes um den jüdischen Widerstandskämpfer Leopold Trepper nach Moskau weiterzuleiten. Vor allem der Plan der Wehrmacht, nicht nach Moskau, sondern nach Süden vorzurücken, um die Industrie in Stalingrad stillzulegen und die Ölfelder zu besetzen, war mitentscheidend für die Niederlage der Deutschen. Der Film illustriert die Geschichte der „Roten Kapelle“ mit Ausschnitten aus beiden Filmen, und lässt zahlreiche Kinder und Nachfahren sowie Historiker und Historikerinnen zu Wort kommen. Erschütternd ist auch das Schicksal der Überlebenden nach dem Krieg – und das der verantwortlichen Nazi-Schergen, die im Kalten Krieg ihre Opfer noch einmal denunzierten und selbst unbehelligt blieben.

Hannes Stein

Details

Originaltitel: Die rote Kapelle (2020)
Deutschland/Belgien/Israel 2020, 122 min
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Carl-Ludwig Rettinger
Drehbuch: Carl-Ludwig Rettinger
Schnitt: Martin Kayser-Landwehr
Musik: Eloi Ragot
Verleih: farbfilm Verleih
FSK: 12
Kinostart: 26.08.2021

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Die Rote Kapelle

(Die rote Kapelle (2020)) | Deutschland/Belgien/Israel 2020 | Dokumentarfilm | R: Carl-Ludwig Rettinger | FSK: 12

Der Film illustriert die Geschichte der Widerstandsgruppe „Rote Kapelle“ mit Ausschnitten aus BRD- und DDR-Spielfilmen und lässt zahlreiche Kinder und Nachfahren der Widerstandskämpfer*innen sowie Historiker*innen zu Wort kommen.

Vorführungen

Kino Kiste

24.09. – Fr

17:45

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