
Neue Notiz
Die progressiven Nostalgiker
Hélènes Po, olala!
Bei einem Streit um eine Waschmaschine gibt es einen elektrischen Schlag, und Helène und Michel finden sich statt 1958 im Heute wieder.
Die PROGRESSIVEN NOSTALGIKER ist quasi die bourgeois-französische Variante von EVERYTHING EVERYWHERE ALL AT ONCE. Allerdings gibt es hier nur zwei Paralleluniversen: 1958 hat ein braves Paar, sie, Hélène, adrette Hausfrau, er, Michel, ein untersetzter Bankangestellter, ein Problem mit ihrer Tochter. Die ist 19 und schwanger vom Nachbarsjungen, weil sie ein bisschen „maman et papa“ gespielt haben. Natürlich muss geheiratet werden. Bei einem Streit um eine Waschmaschine gibt es einen elektrischen Schlag, und Hélène und Michel finden sich in der Zukunft wieder, wo es zwar die gleichen Kinder und Nachbarn gibt, aber alle sind ganz anders drauf.
Hélène ist nicht mehr Hausfrau, sondern Bankdirektorin, Michel ist Hausmann, die Tochter ist eine lesbische Medizinstudentin und will eine algerischstämmige Ärztin heiraten. Der Film hat einigermaßen lustige Slapstick-Momente, wenn die beiden mit elektrischen Zahnbürsten, Saugrobotern und Smart-Home-Technologien kämpfen, aber eigentlich geht es, wie in allen französischen Bourgeois-Komödien, um Geschlechterverhältnisse und Minimaltoleranz. Das ist nicht unbedingt die schlechteste Idee, aber die Probleme beginnen bei den Figuren. Elsa Zylberstein als die hübsche Hélène entwickelt sich mit Charme und Stil zur modernen Frau, Michel Dupuis dagegen muss einen Vollidioten spielen, bei dem sich wahrscheinlich selbst die Kernzielgruppe des Films fragt, was Hélène mit so einem Würstchen je anfangen wollte. Wer die MONSIEUR CLAUDE-Filme amüsant fand, ist hier wahrscheinlich nicht ganz falsch aufgehoben. Aber man fragt sich schon, wie lange dieses Rezept noch funktionieren wird, ein bisschen Kamera-Sexismus (Hélènes Po, olala!), ein bisschen Tollpatschigkeit, und Toleranzmodelle nach dem Motto: „Eh bien! Da müssen wir jetzt durch!“ zu präsentieren.
Originaltitel: C'était mieux demain
Frankreich/Belgien 2025, 103 min
Sprache: Französisch
Genre: Komödie, Science Fiction
Regie: Vinciane Millereau
Drehbuch: Julien Lambroschini, Vinciane Millereau
Kamera: Philippe Guilbert
Schnitt: Nassim Gordji Tehrani
Musik: Romain Trouillet
Verleih: Neue Visionen
Darsteller: Elsa Zylberstein, Didier Bourdon, Mathilde Le Borgne, Maxim Foster, Romain Cottard
FSK: 6
Kinostart: 22.01.2026
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Vorführungen

Die progressiven Nostalgiker
(C'était mieux demain) | Frankreich/Belgien 2025 | Komödie, Science Fiction | R: Vinciane Millereau | FSK: 6
Bei einem Streit um eine Waschmaschine gibt es einen elektrischen Schlag, und Helène und Michel finden sich statt 1958 im Heute wieder.
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