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Die Entdeckung der Unendlichkeit

Stephen Hawkings erste Ehe

Allein sechs Dokumentarfilme widmen sich bereits der außergewöhnlichen Lebensgeschichte und Theorie des schwer behinderten Wissenschaftlers Stephen Hawkings. Im Spielfilm DIE ENTDECKUNG DER UNENDLICHKEIT geht es um Hawkings erste Ehe mit Jane Wilde, einer Altphilologin und gläubigen Christin, nach deren Biografie der Film entstanden ist.

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Der Physiker Stephen Hawking ist ohne Zweifel ein bemerkenswerter Mensch. Allein sechs Dokumentarfilme widmen sich seiner außergewöhnlichen Lebensgeschichte und Theorie. Hawking trat bereits bei STAR TREK, den SIMPSONS und BIG BANG THEORY auf und lieh seine Computer-Stimme dem Kurzfilm HOW TO LOSE WEIGHT IN 60 SECONDS. In der ENTDECKUNG DER UNENDLICHKEIT geht es um Hawkings erste Ehe mit Jane Wilde, einer Altphilologin und gläubigen Christin, nach deren Biografie der Film entstanden ist. Die Frage, ob es in Hawkings Universum Raum für einen Schöpfergott gibt, ist ein großes Thema des Films, bei deren Beantwortung freilich ein wenig geschummelt wird. Hawking war und ist Atheist und Sozialist. Er hat immer wieder betont, dass für seine Theorie des Universums keine Gottesvorstellung notwendig ist.
Interessanter ist die Darstellung der Beziehung zwischen Stephen und Jane, die sich erst intensivierte, als bereits klar war, dass Hawking an einer degenerativen Erkrankung des motorischen Nervensystems litt und ihm eine Lebenserwartung von nicht mehr als zwei Jahren prognostiziert wurde. Jane und Stephen waren 25 Jahre lang verheiratet und haben drei Kinder. Der Film zeigt Stephen Hawking – von Eddie Redmayne oscarverdächtig dargestellt - als einen etwas linkischen, aber auf eine verschrobene Art charmanten Mann mit einem geradezu grimmigen Willen. Er will sich nicht helfen lassen. Als er sich helfen lassen muss, darf das nur seine Frau. Als der die Anstrengung zu viel wird, kommt es zum Konflikt. Rettung auf der einen, Eskalation auf der anderen Seite bringt der freundliche, verwitwete Chorleiter, den Jane kennenlernt. James Marsh, der für MAN ON WIRE schon einen Dokumentarfilm-Oscar im Regal stehen hat, inszeniert visuell spektakulärer als es das Sujet herzugeben erscheint. Stephen Hawking soll bei der Premiere geweint haben.

Tom Dorow

Details

Originaltitel: The Theory of Everything
Großbritannien 2014, 123 min
Sprache: Englisch
Genre: Biografie, Drama
Regie: James Marsh
Drehbuch: Anthony McCarten
Kamera: Benoît Delhomme
Schnitt: Jinx Godfrey
Musik: Jóhann Jóhannsson
Verleih: Universal Pictures International Germany
Darsteller: David Thewlis, Emily Watson, Charlie Cox, Eddie Redmayne, Felicity Jones
FSK: oA
Kinostart: 25.12.2014

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