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Diamond Island

Baustelle der Mega-City

DIAMOND ISLAND erzählt die klassische Noir-Story vom Landei, das plötzlich den Verlockungen der Großstadt ausgesetzt ist, aber an Orten, die man noch nie im Kino gesehen hat. Der eigentliche Hauptdarsteller ist die Boomtown Diamond Island selbst, die zum Treffpunkt der Jugendlichen aus Phnom Penh geworden ist.

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Das kambodschanische Dorf, aus dem der junge Bora und sein Freund Dy in die Haupstadt Phnom Penh aufbrechen, besteht aus Bambushütten, die teilweise nur aus vier Pfosten und einem Dach gebaut sind. Zu ihrem Abschied hat sich die ganze Dorfgemeinschaft versammelt und die letzten Heller für die Reise der Jungen zusammengekratzt. Der Kontrast zum Ziel ihrer Reise könnte kaum größer sein, denn Bora und Dy wollen in Koh Pich, dem „Diamond Island“, Arbeit finden, einem Neubauviertel in Phnom Penh. Hier entsteht eine Mega-City für die neue Klasse der Reichen und Schönen, zu denen die Arbeiter keinesfalls gehören. Sie hausen in Lagern direkt auf der Baustelle und können nur davon träumen, mit einem der Mädchen auszugehen, die sie von Weitem bewundern. Das ändert sich, als Bora seinen älteren Bruder Solei trifft, den er seit fünf Jahren nicht mehr gesehen hat. Solei ist cool, besitzt schicke Klamotten und ein Motorrad, manchmal hat er sogar ein Auto zur Verfügung. Er führt Bora, für den sich eine neue Welt zu öffnen scheint, ins Nachtleben auf Diamond Island ein. Aber auch Soleis relativer Wohlstand hat einen Preis gekostet, was Bora bald herausfinden wird.
Davy Chou hat DIAMOND ISLAND mit Laiendarstellern gedreht, weil es in Kambodscha kaum noch professionelle Schauspieler gibt. Die Roten Khmer hatten während ihrer Herrschaft alle Filme verboten, Schauspieler, Produzenten und Regisseure wurden ermordet. DIAMOND ISLAND erzählt die klassische Noir-Story vom Landei, das plötzlich den Verlockungen der Großstadt ausgesetzt ist, aber an Orten, die man noch nie im Kino gesehen hat. Der eigentliche Hauptdarsteller ist die Boomtown Diamond Island selbst, die zum Treffpunkt der Jugendlichen aus Phnom Penh geworden ist. Sie hängen auf den Plätzen vor der immer ein wenig zu billig scheinenden Protz-Architektur ab und hoffen, einen Abglanz des Reichtums zu erhaschen.

Tom Dorow

Details

Deutschland/ Frankreich/ Thailand/ Katar/ Kambodscha 2016, 104 min
Genre: Drama
Regie: Davy Chou
Drehbuch: Davy Chou
Kamera: Thomas Favel
Schnitt: Laurent Leveneur
Musik: Jérémie Arcache, Christophe Musset
Verleih: Rapid Eye Movies
Darsteller: Sobon Nuon, Cheanick Nov, Madeza Chhem, Mean Korn, Samnang Nut
FSK: oA
Kinostart: 19.01.2017

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