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Der große Trip – Wild

Hineinfallen ins Wandertempo

Nach dem gleichnamigen autobiographischen Bestseller von Cheryl Strayed erzählt DER GROSSE TRIP, wie eine junge Frau aus einer Lebenskrise heraus beschließt, ganz allein den „Pacific Crest Trail“, entlang zu wandern, der von Südkalifornien bis in den Norden Oregons über die Höhenzüge an der Westküste der USA führt. Ein schöner, langer, gut inszenierter Reisefilm zum Hineinfallenlassen.

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Der große Trip ist ein schöner, langer, gut inszenierter Reisefilm zum Hineinfallenlassen. Nach dem autobiographischen Bestseller WILD von Cheryl Strayed erzählen Regisseur Jean-Marc Vallée (DALLAS BYERS CLUB) und Drehbuchautor Nick Hornby (ABOUT A BOY), wie eine junge Frau aus einer Lebenskrise heraus beschließt, ganz allein den „Pacific Crest Trail“ entlang zu wandern, der von Südkalifornien bis in den Norden Oregons über die Höhenzüge an der Westküste der USA führt. Fast zweitausend Kilometer beschwerlicher Wanderung in jeder erdenklichen Wetterlage erwarten sie. Wir begegnen Cheryl, gespielt von Reese Witherspoon, am Anfang ihrer Reise, als sie im Hotelzimmer ihren monströs großen Rucksack bepackt. Sie ist tipptopp ausgestattet, kann ihr Gepäck am Ende aber nur schultern, indem sie zunächst auf dem Boden kriecht und sich dann gemeinsam mit dem Rucksack am Tisch hochzieht. Die ersten Tage sind staubig und beschwerlich, der Kocher funktioniert nicht und Cheryl begegnet keiner Menschenseele. Nach und nach streut der Film Cheryls Vorgeschichte ein, den Tod ihrer Mutter, ihre Drogenexzesse, all die Ereignisse, die sie aus der Bahn geworfen und zu dieser Form des radikalen Neuanfangs geführt haben. Ähnlich einer therapeutischen Sitzung geht es dabei in der Chronologie vor und zurück und gleichzeitig von den naheliegenden Dingen zu den tiefen Verletzungen, vom Offensichtlichen zum Verdrängten. Vor allem aber erzählt DER GROSSE TRIP gemächlich, sozusagen im Wandertempo, von den Begebenheiten der Reise. Es sind große, wie die Begegnung mit zwei bedrohlichen Jägern oder der Tag als das Wasser zu Ende ging, und kleine, wie eine heiße Tasse Kaffee zum Frühstück oder eine Wandergefährtin für einen Tag.

Toni Ohms

Details

Originaltitel: Wild
USA 2014, 116 min
Genre: Biografie, Drama
Regie: Jean-Marc Vallée
Drehbuch: Nick Hornby, Cheryl Strayed
Kamera: Yves Bélanger
Verleih: Twentieth Century Fox
Darsteller: Reese Witherspoon, Laura Dern, Charles Baker, Michiel Huisman, Brian Van Holt, Gaby Hoffmann, Kevin Rankin, Thomas Sadoski
FSK: 12
Kinostart: 15.01.2015

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