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Cobain: Montage of Heck

Homevideos, Mixtapes, Tagebücher

Das von Kurt Cobains Familie authorisierte Portrait des Nirvana-Frontmanns zeigt Cobains innere Zerrissenheit anhand von unveröffentlichten Aufnahmen, Homevideos, Super-8 Filmen und privaten Dokumenten.

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I feel stupid and contagious, here we are now, entertain us. Die griffigen Refrains und Akkorde von „Nirvana“-Songs kennt wohl jeder, der in den 90er Jahren aufgewachsen ist. Die Grunge-Band um den längst zu einer Ikone der Popkultur avancierten Kurt Cobain erlebte seit dem 1989er Debütalbum „Bleach“ einen kometenhaften Aufstieg, der mit Cobains Selbstmord im Jahr 1994 ein jähes Ende fand. Nach Gus Van Sant (LAST DAYS) und Nick Broomfield (KURT & COURTNEY) nähert sich nun Regisseur Brett Morgen dem Mythos Kurt Cobain. Den Titel entlehnt COBAIN: MONTAGE OF HECK einem Mixtape des Protagonisten, was überaus passend ist. Ohne ein Übermaß an Interviewpassagen oder einen omnipräsenten Off-Kommentar arrangiert die in Sundance uraufgeführte Doku verschiedenste Materialien aus dem Cobain-Archiv zu einem musikalischen Porträt.
MONTAGE OF HECK ist der erste Dokumentarfilm über Kurt Cobain, der offiziell von den Nachkommen autorisiert wurde. Cobains Tochter Frances Bean ist sogar als Produzentin involviert und gewährte Brett Morgen den Zugang zu bislang meist unveröffentlichten Dokumenten, die viel über das Innenleben Cobains aussagen. Neben Demoaufnahmen, Gemälden und Skulpturen erzeugen vor allem Homevideos mit Courtney Love oder 8mm-Aufnahmen aus der Kindheit eine große Intimität. Ebenfalls sehr gelungen sind animierte Passagen, die sich auf Tagebucheinträge des Musikers beziehen. Im Verlauf der chronologisch aufbereiteten Doku arbeitet Morgen die innere Zerrissenheit Kurt Cobains immer nuancierter heraus. Äußerlich verehrt und höchst erfolgreich, litt der Musiker unter Minderwertigkeitsgefühlen, die in seiner Drogensucht kulminierten. Im Zentrum der facettenreichen Doku steht übrigens jederzeit Kurt Cobain und nicht die Geschichte seiner Band.

Christian Horn

Details

Originaltitel: Kurt Cobain: Montage of Heck
USA 2015, 132 min
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Brett Morgen
Drehbuch: Brett Morgen
Kamera: Jim Whitaker, Nicole Hirsch Whitaker
Schnitt: Joe Beshenkovsky, Brett Morgen
Musik: Jeff Danna
Verleih: Universal Pictures / Arts Alliance
Kinostart: 09.04.2015

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