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Cinderella the Cat

Postapokalyptische Stimmung

Eine wilde Mischung aus Märchen und Giallo, aus Aquarell und CGI-Grafiken, aus Futurismus und Retro-Musical.

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CINDERELLA THE CAT ist zwar eine wörtliche englische Übersetzung des Titels der italienischen Ursprungsversion des Aschenbrödel-Stoffs, „La Gatta Cenerentola“ aus Giambattista Basiles „Das Märchen der Märchen. Das Pentamerone“ von 1634, aber für Kinder ist diese wilde Mischung aus Märchen und Giallo, aus Aquarell und CGI-Grafiken, aus Futurismus und Retro-Musical sicher nicht gedacht. Vittorio Basile ist hier ein reicher, genialer Erfinder, der ein riesiges Schiff gebaut hat, auf dem bald realistische, bald geisterhafte Hologramme die Wahrnehmungen der Passagiere aufzeichnen und sich immer wieder plötzlich materialisieren. Aus dem Hafen von Neapel will Basile ein Zentrum der Wissenschaft und der Erinnerung machen, aber das dauerhaft im Hafen liegende Schiff „Megaride“ wird alles sein, was von seinen Plänen übrig bleibt, denn am Tag seiner Hochzeit wird Vittorio vom Nachtclubsänger Salvatore Lo Giusto ermordet. Während Salvatore zum Drogen-„King“ aufsteigt, der Kokain in Damenschuhen schmuggelt, gerät Vittorios kleine Tochter Mia unter die Fuchtel ihrer Schwiegermutter Angelica und ihrer sechs Kinder, die sie „Cenerentola“ nennen.
Die Staffelung der verschiedenen Animationsstile – handgezeichnete Charakteranimationen vor computergenerierten Hintergründen, sowie CGI-Inserts und Schnee- oder Asche-Regen vom Vesuv – erzeugt eine postapokalyptische und bedrohliche Stimmung. Weniger gelungen sind die weiblichen Figuren, die durch die Bank wie feuchte Jungsträume wirken. Mia/Cinderella verliert außerdem nach dem Tod ihres Vaters die Stimme und bleibt eine charakterlose Chiffre, die von einem allzu glatten Helden gerettet werden muss. Wenn man davon absehen kann, gibt es ein Noir-Anime zu entdecken, in dem ausschließlich die Schurken singen, in einem halb melancholischen, halb satirischen Sound zwischen Italo-Lounge-Jazz und neapolitanischer Folklore.

Hannes Stein

Details

Originaltitel: La gatta Cenerentola
Italien 2018, 87 min
Sprache: Italienisch
Genre: Animation, Modernes Märchen, Thriller
Regie: Alessandro Rak, Ivan Cappiello, Marino Guarnieri
Verleih: missingFILMs
FSK: 12
Kinostart: 27.09.2018

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Cinderella the Cat

(La gatta Cenerentola) | Italien 2018 | Animation, Modernes Märchen, Thriller | R: Alessandro Rak, Ivan Cappiello, Marino Guarnieri | FSK: 12

Eine wilde Mischung aus Märchen und Giallo, aus Aquarell und CGI-Grafiken, aus Futurismus und Retro-Musical.

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