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Café Olympique

C`est beau la vie

Ariane hat Geburtstag. Doch ein Gast nach dem anderen lässt sich entschuldigen und so steigt sie kurzerhand ins Auto und fährt nach Marseille. Sie landet im titelgebenden Café Olympique, einem kleinen Restaurant fernab der Hauptverkehrswege. Die anwesenden Gäste und Restaurantbesitzer Denis nehmen sich ihrer an und eine Traumreise ins Glück beginnt.

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Der französische Filmemacher Robert Guédiguian, zuletzt DER SCHNEE AM KILIMANDSCHARO (2012), ist eng mit seiner Heimatstadt Marseille verbunden und so ist es wenig verwunderlich, dass die Heldin in seinem neuen Film CAFÈ OLYMPIQUE irgendwann auch in der Hafenstadt strandet. Ariane (Ariane Ascaride) hat Geburtstag. Doch ein Gast nach dem anderen lässt sich entschuldigen und so steigt sie kurzerhand ins Auto und fährt ans Meer. Sie landet im titelgebenden Café Olympique, einem kleinen Restaurant fernab der Hauptverkehrswege, wo sich lediglich Reisebusse voller Senioren hin verirren. Im Café trifft sie allerhand Gestalten, die, anstatt sich um ihr eigenes Wohlergehen zu kümmern, bevorzugt anderen aus der emotionalen Misere helfen, in diesem Fall Ariane. Da ist etwa der in sich ruhende Restaurantbesitzer Denis (Gérard Meylan), der der vom missglückten Geburtstag Gebeutelten eine Stelle im Olympique anbietet. Ariane nimmt den Job an, zieht auf ein Boot und freundet sich mit einer Schildkröte an.
Robert Guédiguians Filme sind immer kleine Alltagsmärchen, erfüllt vom Glauben an Solidarität und an Gerechtigkeit. Dieses Mal jedoch hat der Franzose das Wort „Märchen“ äußerst wörtlich genommen und pfeift auf die herkömmliche Ordnung von Raum und Zeit. Untermalt mit Liedern des französischen Chansoniers Jean Ferrat breitet Guédiguian vor dem Zuschauer Varianten von Arianes Wunschwelten aus. Schon bald verschwimmen die Grenzen; aus dem mürrischen Taxifahrer (Jean-Pierre Darroussin) wird plötzlich ein schimpfender Theaterregisseur und die Restaurantschildkröte fängt an zu sprechen. Raffiniert und spielerisch verbindet Guédiguian Traum und Wirklichkeit und lässt seine Heldin wider Willen an der Grenze zum Fantastischen zu sich selbst und zum Glauben ans Gute in ihren Mitmenschen zurückfinden.

Eileen Reukauf

Details

Originaltitel: Au fil d'Ariane
Frankreich 2014, 92 min
Genre: Drama, Komödie
Regie: Robert Guédiguian
Drehbuch: Robert Guédiguian, Serge Valletti
Kamera: Pierre Milon
Schnitt: Bernard Sasia, Armelle Mahé
Musik: Gotan Project
Verleih: Schwarz-Weiss
Darsteller: Lola Naymark, Jean-Pierre Darroussin, Ariane Ascaride, Jacques Boudet, Anaïs Demoustier, Gérard Meylan, Youssouf Djaoro, Adrien Jolivet
FSK: 6
Kinostart: 25.12.2014

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