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Borga

Traum vom guten Leben

Die Brüder Kofi und Kojo wachsen auf der Elektroschrott-Deponie vor den Toren Accras auf. Aber sie träumen von einem guten Leben, wie es die „Borga“ führen, die Ghanaer, die es im Ausland zu Geld brachten.

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Klirrendes Metall, Schrott wohin das Auge reicht und dazwischen Kinder, die im Schutt graben. Auf der Elektro-Deponie vor Accras Toren wachsen die Brüder Kojo und Kofi auf. Für sie ist es Spielplatz, Lebensort und Goldgrube zugleich. Zwei Kilo Elektroteile bringen genug Geld für eine Cola. Ihr Vater will aber mehr für seine Söhne. Sie gehen zur Schule, können, anders als ihre Freunde, schreiben und lesen. Und doch liegen sie Jahre später als junge Männer in der gleichen Hütte, graben sich noch immer durch den Schrott und träumen von einem guten Leben. So wie die Borgas es führen, die Ghanaer, die es im Ausland zu Geld brachten. Als sich Kojo die Chance bietet, mit einem Freund zu dessen Borga-Onkel nach Deutschland zu flüchten, ergreift er sie.

BORGA folgt konsequent Kojo. Seine Geschichte erzählt sich nicht als Erfolgs- oder Leidensgeschichte. Er ist Agent seines Lebens, auch wenn er Mittelwege einschlagen muss. Landsmann Bo, Elektro-Schrott-Exporteur und Drogenhändler, bietet Kojo eine Verdienstmöglichkeit, mit der er seine Familie unterstützen kann und die ihn zurück nach Accra bringt. Doch statt eines freudigen Empfangs, wartet ein bitterer Kofi. Weil Kojo jetzt der reiche Borga-Onkel ist, wird die Familie gegängelt und zahlt überteuerte Lebensmittelpreise. Bald erkennt Kojo auch, welche Gefahren die Elektro-Schrott-Lieferungen aus Deutschland bergen.

Regisseur York-Fabian Raabe stieß auf das Thema, als er Kurzfilme in Ghana drehte. Kojo-Darsteller und Co-Produzent Eugene Boateng brachte eine wichtige Perspektive ein. BORGA zeigt: Die kapitalistische Krise ist auch immer eine humanitäre. Für diesen filmischen Verdienst gab es gleich zwei Auszeichnungen des Max-Ophüls-Festivals: als bester Spielfilm und den Preis für den gesellschaftlich relevanten Film für Eugene Boateng.

Clarissa Lempp

Details

Ghana/Deutschland 2021, 104 min
Genre: Drama
Regie: York-Fabian Raabe
Drehbuch: York-Fabian Raabe, Toks Kömer
Kamera: Tobias von dem Borne
Musik: Tomer Moked, Ben Lukas Boysen
Verleih: Across Nations Filmverleih
Darsteller: Eugene Boateng, Christiane Paul, Adjetey Anang
FSK: 12
Kinostart: 28.10.2021

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Borga

Ghana/Deutschland 2021 | Drama | R: York-Fabian Raabe | FSK: 12

Die Brüder Kofi und Kojo wachsen auf der Elektroschrott-Deponie vor den Toren Accras auf. Aber sie träumen von einem guten Leben, wie es die „Borga“ führen, die Ghanaer, die es im Ausland zu Geld brachten.

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