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Bones And All

Außenseiterromantik

Die schüchterne Kannibalin Maren (Taylor Russell) macht sich auf die Suche nach ihrer Mutter und findet im Herumtreiber Lee (Timothée Chalamet) einen Seelengefährten.

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Man hätte sich denken können, dass eine Kannibalen-Geschichte mit dem Titel BONES AND ALL nicht lange ohne Blut und Knochen auskommt. Aber wenn die schüchterne Maren (Taylor Russell) zum ersten Mal ihre Zähne zusammenbeißt, sitzt der Schock dennoch tief. Zumal die Teenagerin selbst nicht so genau weiß, warum sie manchmal eine solche Fleischeslust verspürt. Doch kaum hat ihr Vater realisiert, was (wieder einmal!) geschehen ist, packt er hektisch das Nötigste zusammen und fordert seine Tochter auf, das Gleiche zu tun. Kurz darauf sind sie auf der Flucht in einen anderen Bundesstaat, ein anderes kurzes Stück Heimat, wo sie niemand kennt und keiner Marens Schicksal erahnt. Doch schon bald schafft es ihr Vater nicht mehr, mit der Last des Geheimnisses umzugehen. Eine Tonbandaufnahme ist alles, was er seiner Tochter hinterlässt, und so begibt sich Maren auf die Suche nach ihrer Mutter, die sie nie gekannt hat, um Antworten zu finden.



Was der italienische Regisseur Luca Guadagnino dann mit seinem Film macht, ist weniger grausam als - ähnlich wie in seinem wunderbar gefühlvollen schwulen Liebesfilm CALL ME BY YOUR NAME - vielmehr von einer bewundernswerten Sinnlichkeit geprägt. Erst geht es noch ein bisschen düster zu, weil Mark Rylance seine Rolle als so rätselhafter wie abgebrühter Kannibale Sully, der Maren buchstäblich mit der Nase aufspürt, ganz hervorragend spielt. Doch kaum rückt Timothée Chalamets verschlossener Drifter Lee ins Bild, entdeckt Maren in ihm einen Seelengefährten, der mindestens genauso mit seinem Anderssein kämpft wie sie. Die zarte Romanze, die sich daraus entwickelt, ist das Herzstück dieses Films, der verpackt als Roadmovie im Achtziger-Jahre-Flair, so behutsam mit seinen Figuren umgeht, dass er sich von vornherein geschickt jeder offensichtlichen Genre-Kategorisierung entzieht. In seinen besten Momenten ist BONES AND ALL ein emotionaler Balanceakt, der tief unter die Haut geht.

Pamela Jahn

Details

Originaltitel: Bones and All
USA 2022, 130 min
Genre: Drama, Horror, Liebesfilm
Regie: Luca Guadagnino
Drehbuch: David Kajganich
Kamera: Arseni Khachaturan
Schnitt: Marco Costa
Verleih: Warner Bros.
Darsteller: Timothée Chalamet, Michael Stuhlbarg, Taylor Russell, Mark Rylance, Chloë Sevigny, Jessica Harper, David Gordon Green
Kinostart: 24.11.2022

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Bones And All

(Bones and All) | USA 2022 | Drama, Horror, Liebesfilm | R: Luca Guadagnino

Die schüchterne Kannibalin Maren (Taylor Russell) macht sich auf die Suche nach ihrer Mutter und findet im Herumtreiber Lee (Timothée Chalamet) einen Seelengefährten.

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