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Beautiful Beings

Magisch und alptraumhaft

Erwachsenwerden kann beglückend, erdrückend, magisch und albtraumhaf zugleich sein. All das fängt Guðmundur Arnar Guðmundsson in seinem zweiten Langfilm BEAUTIFUL BEINGS ein und erzählt einnehmend von der Jugend in den Vororten von Reykjavik.

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Erwachsenwerden kann beglückend, erdrückend, magisch und albtraumhaf zugleich sein. All das fängt Guðmundur Arnar Guðmundsson in seinem zweiten Langfilm BEAUTIFUL BEINGS ein und erzählt einnehmend von der Jugend in den Vororten von Reykjavik. Der 14-jährige Balli (Áskell Einar Pálmason) ist ein Einzelgänger. Zuhause findet er keinen Halt, in der Schule wird er gemobbt. Seine Mutter ist drogenabhängig, der Vater sitzt im Knast. Seine Mitschüler Addi (Birgir Dagur Bjarkason), Konni (Viktor Benóný Benediktsson) und Siggi (Snorri Rafn Frímannsson) tyrannisieren ihn nach der Schule. Aus Langeweile enden sie eines Nachmittags in dem verwahrlosten Haus, in dem Balli meist mit sich alleine ist. Langsam entwickelt sich zwischen den vier Jungs eine Art Freundschaf. Sie alle stammen aus zerrütteten Verhältnissen und halten zusammen, als Ballis Vater aus dem Gefängnis entlassen wird und plötzlich wieder zu Hause aufaucht. Gemeinsam bieten sie dem gewalttätigen Schläger die Stirn.
Klug und einfühlsam reflektiert Guðmundsson (HERZSTEIN) in seinem bemerkenswerten Film die Auswirkungen von Gewalt und emotionaler Verwahrlosung. Die Atmosphäre drohender Gewalt verlagert sich, bleibt aber steter Bestandteil in der Welt der Heranwachsenden. Dazwischen finden Guðmundsson und sein Kameramann Sturla Brandth Grøvlen hypnotische Traumbilder, in denen Addi sein ambivalentes Verhältnis zu seiner Mutter und dunkle Vorahnungen verarbeitet. Guðmundssons Coming-of-Age-Drama pendelt gekonnt zwischen hartem Sozialrealismus und sanfer Freundschafsgeschichte. Im Panorama der diesjährigen Berlinale wurde er dafür mit dem Europa Cinemas Label Preis als bester europäischer Film ausgezeichnet

Lars Tunçay

Details

Originaltitel: Berdreymi
Island/ Dänemark/ Schweden/ Niederlande/ Tschechische Republik 2022, 123 min
Sprache: Isländisch
Genre: Drama
Regie: Guðmundur Arnar Guðmundsson
Drehbuch: Guðmundur Arnar Guðmundsson
Kamera: Sturla Brandth Grøvlen
Schnitt: Andri Steinn Guðjónsson, Anders Skov
Verleih: Edition Salzgeber
Darsteller: Birgir Dagur Bjarkason, Áskell Einar Pálmason, Viktor Benóný Benediktsson, Snorri Rafn Frímannsson, Anita Briem
FSK: 16
Kinostart: 10.11.2022

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