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Ben Berlin – Aus diesem Trallala kommst du nicht raus

Ben Wagin macht

Der mittlerweile 86-jährige Ben Wagin ist Aktions- und Konzeptkünstler, Umweltaktivist, Baumpate und eine Berliner Institution.

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Auf Ben Wagin lassen sich viele Bezeichnungen anwenden: Aktions- und Konzeptkünstler, Umweltaktivist, Baumpate – um nur einige zu nennen. Obwohl der 1930 in Polen geborene Ben erst als Erwachsener nach Berlin kam, hat er seine Wurzeln tief in diese Stadt geschlagen. Mit seinen tausenden Baumpflanzungen und seinen zahlreichen künstlerischen Interventionen, prägt er das Stadtbild bis heute. Seine Kunst, die er nicht Kunst nennen will, weil er den klassischen, vom wirklichen Leben isolierten Kunstbegriff ablehnt, schafft eine einzigartige, zeitgeschichtliche Erinnerungs- und Mahnkultur gegen das Vergessen von Krieg und Gewalt, aber auch gegen das zunehmend vernachlässigte Verhältnis des Menschen zur Natur.
Neben den klassischen Talking Heads und atmosphärischen Sequenzen, die Wagin beim Komponieren organischer Stimmungsbilder zeigen, räumen die Regisseure Pantea Lachin und Sobo Swobodnik viel Raum den situativen, mit Handkamera gefilmten Sequenzen ein, die Wagin weniger reflektierend als vielmehr bei seinem Tun zeigen. Und bei diesem ist er hundertprozentig, egal ob er an seinen Installationen arbeitet, Pflanzen gießt oder Dinge umher räumt. In einem der vielen bemerkenswerten Momente des Films stellt Wagin fest, dass er die Motivation, die innere Notwendigkeit seines Schaffens, selbst nicht ganz versteht. Denn sein subversives Wirken hat dem findigen und kaltschnäuzigen Wahlberliner nicht nur Sympathisanten und Anerkennung sondern ebenso Widersacher, Anzeigen und Gerichtsprozesse eingebracht. Umso beeindruckender, dass sich dieser Mann, klein und mittlerweile 86-jährig, heute wie damals wenig um Bürokratie, Konventionen und vor allem Sinnfragen schert. Er macht einfach.

Christine Maslok

Details

Deutschland 2016, 90 min
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Ben Wagin
Drehbuch: Pantea Lachin, Sobo Swobodnik
Kamera: Pantea Lachin, Sobo Swobodnik
Schnitt: Schokofeh Kamiz, Grete Jentzen
Musik: Till Mertens
Verleih: Partisan
Kinostart: 13.10.2016

Vorführungen

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