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Athos – Im Jenseits dieser Welt

Besuch auf der Mönchsinsel

Seit über 1000 Jahren leben in der autonomen Mönchsrepublik Athos, auf einer östlich von Thessaloniki gelegenen Halbinsel, orthodoxe Mönche. Die Dokumentarfilmer Peter Bardehle und Andreas Martin erhielten Zugang zu dieser normalerweise hermetisch abgeschlossenen Welt.

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Seit über 1000 Jahren leben in der autonomen Mönchsrepublik Athos, auf einer östlich von Thessaloniki gelegenen Halbinsel, orthodoxe Mönche. Auch wenn die rund 20 Klöster auf Athos inzwischen zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen, sind sie eine Oase der Ruhe, denn der Besuch auf Athos ist nur wenigen Pilgern gestattet. Frauen ist der Zutritt komplett untersagt. Diese Unzugänglichkeit macht Peter Bardehle und Andreas Martins Dokumentation ATHOS - IM JENSEITS DIESER WELT bemerkenswert. Trotz offiziellen Verbots, Filmaufnahmen zu machen, hatten die Dokumentarfilmer offenbar recht umfassenden Zugang zu verschiedenen Klöstern, konnten Prozessionen und sogar eine Priesterweihe filmen und begleiteten einen Mönch bei der Besteigung des heiligen Berg Athos, der an der äußeren Südspitze der Halbinsel weite Blicke über die Ägäis ermöglicht.
Vielleicht war der Zugang zu den Mönchen und ihrem Leben aber doch nicht so unbeschränkt möglich, wie es auf den ersten Blick scheint. Dass zumindest würde erklären, warum ATHOS oft Stückwerk bleibt, warum es nur in Ansätzen gelingt, dramaturgische Linien zu entwickeln, Mönche über einen längeren Zeitraum zu begleiten oder wirklich substanzielle Einblicke in das traditionelle Leben zu geben. Lose reihen Martin und Bardehle, die vor allem für einige der in den letzten Jahren so beliebten "von oben"-Dokumentationen bekannt sind, Episoden aneinander. Mal zeigen sie Mönche bei der Gartenarbeit, mal beim Essen kochen und natürlich oft beim Beten. Was sie dabei beschäftigt, warum sie den Weg ins Kloster gewählt haben, kann man nur ahnen, sporadisch eingefügte Kommentare der Mönche bleiben eher an der Oberfläche. Dort bleibt auch ATHOS - IM JENSEITS DIESER WELT meist stehen, der vor allem deswegen sehenswert ist, weil er einen Einblick in eine Welt ermöglicht, die ansonsten fast hermetisch abgeschlossen ist.

Michael Meyns

Details

Griechenland/Deutschland 2015, 95 min
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Peter Bardehle, Andreas Martin
Drehbuch: Peter Bardehle, Andreas Martin
Kamera: Yannis Fotou
Schnitt: Kirineos Papadimatos
Verleih: NFP marketing & distribution
FSK: oA
Kinostart: 23.06.2016

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