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Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren

Lindgrens Kriegstagebücher

Der Dokumentarfilm mit Spielszenen beruht auf den Kriegstagebüchern Astrid Lindgrens.

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„Deutsche hatten ja vorher nur langweilige Bücher voller Nazi-Propaganda. Da gab es eine Lücke – und dann kam Pippi.“ So reflektiert Astrid Lindgrens Tochter Karin Nyman über die Rolle ihrer Mutter für Nachkriegsdeutschland. Hierzulande ist Pippi bis heute besonders beliebt: ein „Übermensch“, der seine Macht nicht missbraucht, sondern für das Gute einsetzt – und vielleicht sogar eine Antithese zu Hitler und Stalin, vermutet Nyman. Über die Entstehung von „Pippi Langstrumpf“ steht überraschend wenig in Lindgrens Tagebüchern, die 2015 veröffentlicht wurden und auf denen der Dokumentarfilm des deutschen Regisseurs Wilfried Hauke basiert. Von 1939 bis 1945 notierte sie ihre Beobachtungen zum Zweiten Weltkrieg ebenso wie Details ihres behüteten Alltags in Schweden, eines der wenigen Länder Europas, die vom Krieg nahezu unberührt blieben. Lindgren, damals in ihren 30ern, schärfte so ihr politisches Bewusstsein und ihr Profil als Autorin, das sich erst in dieser Lebensphase zu formen beginnt. Heimliche Hauptperson des Films ist ihre Tochter, die 1934 geborene Übersetzerin und Schriftstellerin Nyman. In Gesprächen mit Familienmitgliedern ringt sie um Erinnerungen an ihre Kindheit – es ist fast so, als hätte ihre Mutter die Tagebücher eigens geschrieben, um ihr dabei zu helfen. Das Filmteam besucht die wichtigsten Orte in Lindgrens Leben, ihre Wohnung in Stockholm oder ihr Haus auf dem Land in Vimmerby, und füllt sie in zurückhaltend inszenierten Spielszenen mit Leben. Wie gut dieses Reenactment funktioniert, variiert von Sequenz zu Sequenz. Doch es leuchtet ein, Lindgren (Sofia Pekkari) nicht nur eine Stimme zu geben, sondern auch ein Gesicht zum Lächeln und Stirnrunzeln und Hände, mit denen sie die Füllfeder hält und Zeitungsausschnitte einklebt. So sind die Tagebücher Quelle und zugleich wichtigste Requisite beim Versuch, sich Lindgrens Leben und ihren Schreibprozess anzunähern.

Eva Szulkowski

Details

Originaltitel: Astrid Lindgren: Die Menschheit hat den Verstand verloren – Tagebücher 1939-1945
Deutschland/Schweden 2025, 98 min
Sprache: Schwedisch
Genre: Dokumentarfilm, Biografie
Regie: Wilfried Hauke
Drehbuch: Wilfried Hauke
Kamera: Caroline Troedsson, Clas Elofsson, Sabine Panossian
Schnitt: Friederike Dörffler
Musik: George Kochbeck
Verleih: farbfilm Verleih
Darsteller: Karin Nyman, Annika Lindgren, Johan Palmberg
FSK: 6
Kinostart: 22.01.2026

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Astrid Lindgren - Die Menschheit hat den Verstand verloren

(Astrid Lindgren: Die Menschheit hat den Verstand verloren – Tagebücher 1939-1945) | Deutschland/Schweden 2025 | Dokumentarfilm, Biografie | R: Wilfried Hauke | FSK: 6

Der Dokumentarfilm mit Spielszenen beruht auf den Kriegstagebüchern Astrid Lindgrens.

Vorführungen

Charlottenburg

Kant Kino

17.02. – Di

TicketsKartenreservierung: https://www.yorck.de/kinos/kant-kino 15:00

18.02. – Mi

TicketsKartenreservierung: https://www.yorck.de/kinos/kant-kino 15:00

Friedrichshagen

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18.02. – Mi

TicketsKartenreservierung: https://www.kino-union.de/programm 13:00

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HEUTE

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17.02. – Di

TicketsKartenreservierung: https://acudkino.de/Programm OmU16:45

Wilmersdorf

Eva-Lichtspiele

17.02. – Di

TicketsKartenreservierung: Tel. 030/92 25 53 05 17:30

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