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Anima: Die Kleider meines Vaters

Gendergrenzen

Kurz bevor der Vater stirbt, sagt die Mutter zu Uli und ihrer Schwester einen Satz, der alles verändert: „Euer Vater war Transvestit.“ Im Nachlass ihres Vaters findet Uli Decker Frauenkleider, Kosmetik und Tagebücher – und dreht einen Film über das jahrzehntelang streng gehütete Familiengeheimnis.

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In Oberbayern wächst Uli zwischen Blaskapellen, Bibelkreis und neugierigen Nachbar*innen auf. Von klein auf hadert sie mit den starren Geschlechterrollen, die man nicht nur in ihrem konventionell-biederen Heimatdorf, sondern auch in ihrer Familie hochhält. Wenn Uli zu Karneval lieber als Piratin gehen möchte statt als Prinzessin oder sich weigert, zur Kommunion ein Kleid zu tragen, kommt es zum Streit mit ihren Eltern, einem unauffälligen, bürgerlich-gesetzt wirkenden Lehrer*innen-Ehepaar. Die rebellierende Uli fällt aus der Reihe: „Alles, was Spaß machte, scheiterte daran, dass ich ein Mädchen war.“ Doch kurz bevor der Vater stirbt, sagt ihre Mutter den Satz zu Uli und ihrer Schwester, der alles verändert: „Euer Vater war Transvestit.“ Im Nachlass ihres Vaters findet Uli Decker Frauenkleider, Kosmetik und Tagebücher – und dreht einen Film über das jahrzehntelang streng gehütete Familiengeheimnis.


Entstanden ist der collagenhafte Dokumentarfilm ANIMA – DIE KLEIDER MEINES VATERS. Die Regisseurin verbindet darin eigene dokumentarische Aufnahmen und Interviews mit Familienangehörigen mit Archivmaterial, Fotos und fantasievollen Animationselementen. Parallel erzählt sie von ihrem eigenen Lebensweg und dem ihres Vaters – und den genderspezifischen Erwartungen, unter denen beide litten. Dabei nimmt sie die persönlichen Erfahrungen von Vater und Tochter vor dem Hintergrund der patriarchalisch geprägten westdeutschen Gesellschaft der 70er- und 80er-Jahre in den Blick, in der Uli aufwächst. Eine Frau werden zu müssen, erscheint der jungen Uli unheimlich, während ihr Vater im Verborgenen mit toxischen Männlichkeitsidealen kämpft und insgeheim von einer bunteren, freieren Welt träumt. Kritisch hinterfragt Uli Decker traditionelle Geschlechterstereotype und sprengt auch auf formaler Ebene Grenzen.

Stefanie Borowsky

Details

Originaltitel: Anima: Die Kleider meines Vaters – Anima: My Father's Dresses
Deutschland 2021, 94 min
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Uli Decker
Drehbuch: Uli Decker, Rita Bakacs
Kamera: Siri Klug
Schnitt: Amparo Mejías, Frank Müller
Musik: Anna Kühlein
Verleih: farbfilm Verleih
FSK: 6
Kinostart: 20.10.2022

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Anima: Die Kleider meines Vaters

(Anima: Die Kleider meines Vaters – Anima: My Father's Dresses) | Deutschland 2021 | Dokumentarfilm | R: Uli Decker | FSK: 6

Kurz bevor der Vater stirbt, sagt die Mutter zu Uli und ihrer Schwester einen Satz, der alles verändert: „Euer Vater war Transvestit.“ Im Nachlass ihres Vaters findet Uli Decker Frauenkleider, Kosmetik und Tagebücher – und dreht einen Film über das jahrzehntelang streng gehütete Familiengeheimnis.

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Bundesplatz-Kino

10.12. – Sa

TicketsKartenreservierung: Tel. 030/85 40 60 85 13:30

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