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Amy

Stationen einer Tragödie

Die rasante Karriere von Army Winehouse und ihr viel zu früher Drogentod mit 27 Jahren sind noch frisch im öffentlichen Gedächtnis. Asif Kapadia (SENNA) versucht mit AMY nun, den bekannten Bildern ein anderes, vielschichtigeres und - wie der Titel, der nur den Vornamen nennt, nahelegt - privateres Bild entgegenzusetzen.

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Die rasante Karriere von Army Winehouse und ihr viel zu früher Drogentod mit 27 Jahren sind noch frisch im öffentlichen Gedächtnis. Asif Kapadia (SENNA) versucht mit AMY nun, den bekannten Bildern ein anderes, vielschichtigeres und - wie der Titel, der nur den Vornamen nennt, nahelegt - privateres Bild entgegenzusetzen. Für seinen Dokumentarfilm hat er bei Freunden, Bekannten und Kollegen von Winehouse eine beeindruckende Fülle von Material gesammelt. Die Bilder zeigen Amy ganz am Anfang ihrer Karriere: als albernen Teenager, wie sie ein Geburtstagslied auf einer Party singt, wie sie auf Tour im Auto rumalbert. In diesen Szenen ist Amy eine direkte junge Frau, die Spaß am Singen hat, die nicht an eine Karriere glaubt und auch gar keine will und die schon mal anfängt, sich demonstrativ an den Zähnen rumzupulen, wenn die Frage einer Journalistin sie langweilt. AMY verfolgt schmerzhaft detailgenau wie aus dieser Frau das ausgemergelte Paparazzi-Opfer wurde, als das Winehouse zum Schluss durch die Presse ging. Kapadia versucht, die neuralgischen Punkte aufzuspüren, an der die Tragödie hätte vermieden werden können. Etwa, als ihre Freunde sie auf Entziehungskur schicken wollten, der Vater abwiegelte, und Amy „Rehab“ schrieb, den Song, der sie weltberühmt machen sollte. Oder als der Freund aus der Hölle, Blake Fielder-Civil, der später mit den harten Drogen anfangen sollte, sich trennte und „Back to Black“ entstand. Zu den Aufnahmen erzählen Freunde und Weggefährten aus dem Off. Noch heute hört man ihnen die Hilflosigkeit und Verzweiflung an. Am berührendsten ist AMY allerdings dann, wenn der Film Amy Winehouse selbst erzählen lässt: in ihren Songmanuskripten, die mit den großen kringeligen Buchstaben aussehen, wie das Tagebuch einer Schülerin, und natürlich in ihren Songs, zu denen Kapadia immer die mal witzigen, mal herzzerreißenden Texte einblendet

Hendrike Bake

Details

USA 2015, 127 min
Genre: Dokumentarfilm, Musikfilm
Regie: Asif Kapadia
Drehbuch: Asif Kapadia
Schnitt: Chris King
Musik: Antonio Pinto
Verleih: Prokino Filmverleih
Darsteller: Amy Winehouse, Chip Somers, Lauren Gilbert
FSK: oA
Kinostart: 16.07.2015

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