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Alles ist gut gegangen

Nüchternheit und Humor

Der ehemalige Unternehmer André (André Dussollier) bittet seine jüngere Tochter Emmanuèle (Sophie Marceau) nach einem Schlaganfall um Sterbehilfe. Aber Andrés gesundheitlicher Zustand bessert sich langsam.

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Leben und leben lassen, heißt es immer. Aber beim Sterben herrschen andere Regeln. Das bekommt der ehemalige Unternehmer André (André Dussollier) zu spüren, als er nach einem Schlaganfall nicht mehr weitermachen mag. Für ihn kommt es gar nicht in Frage, im Alter plötzlich auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. Er will nicht enden wie seine verbitterte Ex-Frau (Charlotte Rampling), die einst eine angesehene Bildhauerin war und jetzt nur noch mühsam am Stock geht und in ihrem Atelier einsam auf ihre Skulpturen schaut. Also bittet der wohlhabende "Mistkerl", wie ihn Emmanuèle (Sophie Marceau) liebevoll gegenüber ihrer Schwester Pascale (Géraldine Pailhas) bezeichnet, ausgerechnet sie, die jüngere Tochter, die nötigen Vorkehrungen zu treffen, um seinem gebrechlichen Dasein frühzeitig ein Ende zu bereiten. Widerwillig recherchiert die Schriftstellerin, denn sie weiß, sie hat keine Wahl. Ihr Vater ist hart und so hartnäckig wie eh und je. Schließlich entscheiden sich die beiden Töchter, die Mitarbeiterin einer Schweizer Sterbeklinik (Hanna Schygulla) zu treffen, die alles weitere regeln soll. Aber die Sache ist kompliziert. Denn Andrés gesundheitlicher Zustand bessert sich, nur seinen Entschluss ändert das nicht.
Einundzwanzig Spielfilme hat François Ozon seit seinem Regiedebüt SITCOM (1998) mittlerweile gedreht. Es ist schon erstaunlich, mit welcher Präzision, Selbstsicherheit und Hingabe er trotz der enormen Produktionsgeschwindigkeit bei jedem Film gleichermaßen ans Werk geht. Unsentimental und wertfrei, aber nicht ohne Gefühl nimmt er sich in ALLES IST GUT GEGANGEN dem Thema Sterbehilfe an. Ein anderer Regisseur hätte aus der autobiografischen Romanvorlage von Emmanuèle Bernheim vielleicht ein beklemmendes Rührstück gemacht. Ozon setzt dagegen auf sensible Nüchternheit und einen warmen Humor.

Pamela Jahn

Details

Originaltitel: Tout s’est bien passé
Frankreich 2021, 113 min
Genre: Drama
Regie: Francois Ozon
Drehbuch: Francois Ozon
Kamera: Hichame Alaouié
Verleih: Alamode Film
Darsteller: Sophie Marceau, Charlotte Rampling, Hanna Schygulla, Géraldine Pailhas, André Dussollier
FSK: 12
Kinostart: 14.04.2022

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(Tout s’est bien passé) | Frankreich 2021 | Drama | R: Francois Ozon | FSK: 12

Der ehemalige Unternehmer André (André Dussollier) bittet seine jüngere Tochter Emmanuèle (Sophie Marceau) nach einem Schlaganfall um Sterbehilfe. Aber Andrés gesundheitlicher Zustand bessert sich langsam.

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