
Neue Notiz
Aisha Can't Fly Away
Hypnotische Erzählung
Als Aisha beginnt, sich gegen die Gewalt in ihrem Viertel zu wehren, verschwimmen die Grenzen zwischen Fantasie und Realität.
Die junge Sudanesin Aisha arbeitet in Kairo als private Altenpflegerin. Der Lohn ist knapp, der Job hart. Aishas Wohnviertel Ain Shams kontrollieren Kriminelle, allen voran ihr Vermieter Zuka. Die stille Aisha versucht, sich rauszuhalten, beobachtet das Geschehen von ihrem Fenster aus und wird doch hineingezogen. Sie lässt Zuka die Schlüssel ihrer Patient*innen zukommen, damit dieser sie ausrauben kann. Nach einem rassistischen Übergriff im Viertel kommt es immer wieder zu Gewaltausbrüchen. Lediglich ein freundlicher Koch, der ihr jeden Abend Pasta zubereitet, und eine Kollegin, selbst aus dem Sudan, bieten ihr freundschaftlichen Trost. Als ein neuer Patient übergriffig wird, meint ihr Auftraggeber, sie solle sich nicht so viel beschweren. Aisha nimmt die Dinge selbst in die Hand, und die Grenzen zwischen ihrer Fantasie und der Realität verwischen, während die Verhältnisse in ihrem Viertel auf einen gefährlichen Showdown zulaufen.
Das Langfilmdebüt des ägyptischen Regisseurs Morad Mustafa spielt in einer Schattenwelt der chaotischen Metropole Kairo. Viele Szenen sind in der Nacht oder in spärlich beleuchteten Wohnungen und Gassen gedreht. Die schwankende Handkamera, die Aisha bei ihren täglichen Routinen folgt, lässt alles instabil, fast schwindelerregend wirken. Dazwischen statische Bilder der Ruhe, wenn Aisha ihre Pasta in der Küche des kleinen Restaurants isst oder einem Vogel Strauß auf ihrem Heimweg begegnet. Das bildstarke Drama lässt sich viel Zeit, die es nicht immer ganz füllt, und wird der Komplexität seiner Protagonistin, die distanziert und irgendwie fremd bleibt, nicht ganz gerecht. Thematisch schöpft Mustafa bei Sozialdrama, Gangsterfilm und Bodyhorror aus dem Vollen, ohne die eigensinnige, fast hypnotische Erzählung zu durchbrechen, die dieses Debüt eindringlich macht.
Originaltitel: Eayshat lam taeud qadiratan ealaa altayaran
Ägypten/ Frankreich/ Deutschland/ Tunesien/ Saudi-Arabien/ Katar/ Sudan 2025, 120 min
Sprache: Arabisch
Genre: Drama
Regie: Morad Mostafa
Drehbuch: Morad Mostafa
Kamera: Mostafa El Kashef
Schnitt: Mohamed Mamdouh
Musik: Amine Bouhafa
Verleih: Rapid Eye Movies
Darsteller: Buliana Simon Arop, Ziad Zaza, Emad Ghoniem, Mamdouh Saleh
Kinostart: 15.01.2026
NEUSTART
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Aisha Can't Fly Away
(Eayshat lam taeud qadiratan ealaa altayaran) | Ägypten/ Frankreich/ Deutschland/ Tunesien/ Saudi-Arabien/ Katar/ Sudan 2025 | Drama | R: Morad Mostafa | NEUSTART
Aisha, eine sudanesische Krankenschwester, die davon träumt, eines Tages ihre Lebensumstände zu verbessern, muss sich in der komplexen Unterwelt von Ain Shams in Kairo mit Migration, Rassismus und Kriminalität auseinandersetzen. Aisha ist eine 26-jährige sudanesische Pflegerin, die in einem Viertel im Herzen von Kairo lebt, wo sie die Spannungen zwischen ihren afrikanischen Mitbürgern und den örtlichen Gangs miterlebt. Zwischen einer unbestimmten Beziehung zu einem jungen ägyptischen Koch, einem Gangster, der sie zu einem unmoralischen Deal im Tausch gegen Sicherheit erpresst, und einem neuen Haus, in dem sie arbeiten soll, kämpft Aisha mit ihren Ängsten und verlorenen Kämpfen, wodurch sich ihre Träume mit der Realität kreuzen.
Kreuzberg
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