
Neue Notiz
Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke
Der Film strafft die Handlung der Romanvorlage auf einen Prozess der Selbstfindung und Traumaverarbeitung, der wenig Platz für Zweifel und andere Figuren lässt.
In insgesamt sechs autobiografischen Romanen hat der Autor und Schauspieler Joachim Meyerhoff sein Leben verarbeitet. Die ersten drei Episoden des „Alle Toten fliegen hoch“-Zyklus erschienen auch als Bühnenfassungen, und 2023 verfilmte Sonja Heiss das zweite Buch WANN WIRD ES WIEDER SO, WIE ES NIE WAR, das sich um Joachims skurrile Jugend auf dem Gelände der psychiatrischen Klinik, die sein Vater leitete, dreht.
Simon Verhoeven nimmt sich nun der nächsten Phase in Joachim Meyerhoffs Leben an: Mit 22 beschließt Joachim (Bruno Alexander, „Die Discounter“) aus der Depression, in die ihn der Unfalltod seines Bruders getrieben hat, auszubrechen, indem er sich an der Otto-Falckenberg-Schauspielschule in München bewirbt, die jedes Jahr von 1000 Bewerber*innen nur 10 annimmt. Eine Bleibe hat er schon, schließlich wohnen seine Großmutter, die pensionierte Schauspielerin Inge (Senta Berger) und ihr Mann Herrmann (Michael Wittenborn) in der Nähe ganz allein in einem riesigen, edel eingerichteten Haus. Statt der geforderten drei Texte hat Joachim zwar nur einen für das Vorsprechen parat, aber die Erinnerung an seinen Bruder bringt die Emotionen, die die Prüfer*innen überzeugen, und Joachim schafft es so, einen der begehrten Studienplätze zu bekommen. Doch das Studium selbst bringt auch noch einiges an Herausforderungen und Rückschlägen, und lange sieht es eher so aus, dass Schauspiel vielleicht noch nicht das Richtige für Joachim ist. Zum Glück stehen ihm da Oma und Herrmann mit motivierenden Worten, kleinen Networkinghilfen und immer wieder mit einem Glas Schnaps oder Champagner zur Seite.
Wie es alles enden wird, steht nicht zur Debatte. Schließlich kann der echte Joachim Meyerhoff inzwischen auf eine Schauspielkarriere an einigen der wichtigsten deutschsprachigen Häuser zurückblicken. Das Buch macht deutlich, dass das für ihn selbst nicht immer so klar war und Joachim sich noch nach Beginn seines Studiums lange überlegte, ob die Rückkehr zu seiner ersten Karriereidee (Ausbildung im Pflegebereich und somit viel Zeit im Schwesternwohnheim) nicht doch noch eine Option wäre. Zumal seine mangelnden Leistungen und explosiven Ausbrüche Joachim mehrmals in Gefahr bringen, von der Falckenberg verwiesen zu werden. Der Film streicht diese Alternative, strafft die Handlung auf einen Prozess der Selbstfindung und Traumaverarbeitung, der wenig Platz für Zweifel und andere Figuren lässt. Das macht den Film-Joachim leider weniger sympathisch und seinen Verbleib auf der Schule schwieriger zu glauben.
Eine der Stärken des Buches sind Meyerhoffs detaillierten Beschreibung der kuriosen Etappen seiner Entwicklung, seien es die Aufgabenstellungen im Probenraum („Lächel doch mal mit Deinen Brustwarzen!“) oder die Schrullen seiner Großmutter. Der Film enthält alle „Höhepunkte“ der Vorlage, und für die Rolle einer Schauspielerin, die auf eine lange Karriere (inklusive „Derrick“) zurückblicken kann, konnte Simon Verhoeven eigentlich niemand idealeres finden als seine eigene Mutter. Senta Berger und Michael Wittenborn dürfen/müssen zwar nicht so exzessiv trinken wie ihre literarischen Vorlagen, wirken dafür aber auch charmanter und emotional wärmer.
So ist ACH, DIESE LÜCKE... zwar nicht mehr als die Summe seiner Teile, diese Teile sind in sich aber mehr als genug für einen soliden Kinoabend.
Deutschland 2026, 137 min
Sprache: Deutsch
Genre: Komödie, Biografie, Literaturverfilmung
Regie: Simon Verhoeven
Drehbuch: Simon Verhoeven
Verleih: Warner Bros.
Darsteller: Senta Berger, Bruno Alexander, Michael Wittenborn, Katharina Stark, Laura Tonke, Devid Striesow, Anne Ratte-Polle, Friedrich von Thun, Tom Schilling, Johann von Bülow, Victoria Trauttmansdorff, Moritz Treuenfels, Karoline Herfurth
FSK: 6
Kinostart: 29.01.2026
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Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke
Deutschland 2026 | Komödie, Biografie, Literaturverfilmung | R: Simon Verhoeven | FSK: 6
Der Film strafft die Handlung der Romanvorlage auf einen Prozess der Selbstfindung und Traumaverarbeitung, der wenig Platz für Zweifel und andere Figuren lässt.
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