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A Royal Night – Ein königliches Vergnügen

Die Queen allein unterwegs

A ROYAL NIGHT spinnt eine selbstbewusst hanebüchene Romanze aus der historischen Tatsache, dass die Prinzessinnen Elisabeth und Margaret den V-Day nicht im Buckingham Palace verbrachte.

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Die Queen. Wer verkörpert den Nimbus weihevoller Würde und unnahbarer Aristokratie wie sie? Doch auch Elisabeth, der Windsor-Spross, war einmal jung: Am 8. Mai 1945 feiert ganz London. Auch die Prinzessinnen Elisabeth und Margaret trotzen ihren Eltern ab, mal nachts lang aufzubleiben, eine Party zu feiern, den Lindy Hop zu tanzen – man gewinnt nicht alle Tage einen Weltkrieg. Dumm nur, dass die Prinzessinnen irgendwann in verschiedenen Bussen sitzen. Dass eine Unmenge an Menschen auf dem Trafalgar Square unterwegs ist. Und dass London mehr als die vornehmen Etablissements zu bieten hat, die für die standesgemäßen Feierlichkeiten vorgesehen sind…
Es ist historisch gesichert, dass Elisabeth und Margaret am V-Day nicht im Buckingham Palace feierten: „Dass die Geschichte wahr ist, macht sie nur noch faszinierender“, meint Regisseur Julian Jarrold. „Allerdings wissen wir nicht genau, was damals passiert ist. Deshalb haben wir die Ereignisse mit ein wenig Phantasie weitergesponnen.“ Und dieses Zusammengesponnene, das entwickelt sich zu einer schönen Romanze der Inkognito-Thronfolgerin mit dem unehrenhaft entlassenen Arbeiterjungen Jack, die sich auf der Suche nach Margaret und verfolgt von der Militärpolizei näher kommen. Wie hanebüchen das ist, weiß der Film selbst, und er setzt die Unwahrscheinlichkeiten subtil ironisch für seine Komik ein. In abstrusen Situationen wird das Spiel um Geheimnisse und Verwechslungen gespielt, mit einer wunderbaren Leichtigkeit, die sich bewusst abhebt von dem Image der so zurückhaltenden, huldvollen Queen – die hier ganz ausgelassen und lebendig gezeichnet wird.

Harald Mühlbeyer

Details

Originaltitel: A Royal Night Out
Großbritannien 2015, 97 min
Genre: Drama, Liebesfilm
Regie: Julian Jarrold
Drehbuch: Trevor De Silva, Kevin Hood
Kamera: Christophe Beaucarne
Schnitt: Luke Dunkley
Musik: Paul Englishby
Verleih: Concorde Filmverleih
Darsteller: Emily Watson, Rupert Everett, Sarah Gadon, Jack Reynor, Jack Laskey
FSK: 6
Kinostart: 01.10.2015

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