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Die Zeit, die wir teilen

Kurioser Erinnerungsmix

Verlegerin Joan (Isabelle Huppert) blickt auf ihr Leben zurück. In ständig wechselnden Episoden, die in Irland, Frankreich und Deutschland zu verschiedenen Zeiten spielen, setzt sich nach und nach Joans Geschichte zusammen. Es geht um Abschiede und Wiedersehen, Trauer und Verlust, Liebe und Sehnsucht – und um nicht immer zuverlässige Erinnerungen.

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Mit Erinnerungen ist es ja so eine Sache. Manchmal kommen sie bruchstückhaft und unscharf daher, und dennoch machen sie uns aus. In DIE ZEIT, DIE WIR TEILEN blickt Verlegerin Joan (Isabelle Huppert) auf ihr Leben zurück. In ständig wechselnden Episoden, die in Irland, Frankreich und Deutschland zu verschiedenen Zeiten spielen, setzt sich nach und nach Joans Geschichte zusammen – von ihrer ersten Liebe in Irland über die Jahre mit Sohn Nathan (Swann Arlaud) in ihrem französischen Landhaus bis zu ihrer Karriere als Verlegerin in Paris. Es geht um Abschiede und Wiedersehen, Trauer und Verlust, Liebe und Sehnsucht – und um nicht immer zuverlässige Erinnerungen.

Laurent Larivière mischt in DIE ZEIT, DIE WIR TEILEN nicht nur Jahrzehnte und Orte, sondern auch Genres. Während die Szenen, in denen die junge Joan (Freya Mavor) in den 70ern als Au-pair in Irland lebt, schauspielerisch und musikalisch überzeugen, kippt das in Paris angesiedelte Wiedersehen von Joan und ihrem Verflossenen ins Melodram. Streckenweise wirkt DIE ZEIT, DIE WIR TEILEN, als habe der Regisseur ein Liebesdrama und eine Wiedergänger-Story in den Mixer geworfen und für die richtige Würze noch ein paar surreal anmutende Bilder und eine Prise Lars Eidinger hinzugefügt, der als exzentrischer, unglücklich in Joan verliebter Autor glänzt. Der konstant variierende Stil des Films erschwert es, die Hauptfigur und ihre Beweggründe in all ihren Facetten zu begreifen und die unterschiedlichen Episoden aus ihrem Leben in Einklang zu bringen. Oft entsteht das Gefühl, verschiedene Joans zu sehen, die nichts miteinander zu tun haben. Doch vielleicht macht Joans Persönlichkeit gerade diese undurchschaubare Vielschichtigkeit aus. Isabelle Hupperts nuanciertes Spiel macht DIE ZEIT, DIE WIR TEILEN trotz allem sehenswert.

Stefanie Borowsky

Details

Originaltitel: A Propos de Joan
Frankreich/Deutschland/Irland 2022, 101 min
Sprache: Französisch, Englisch, Deutsch
Genre: Drama
Regie: Laurent Larivière
Drehbuch: Laurent Larivière, François Decodts
Kamera: Céline Bozon
Schnitt: Marie-Pierre Frappier
Musik: Jérôme Rebotier
Verleih: Camino Filmverleih
Darsteller: Isabelle Huppert, Lars Eidinger, Swann Arlaud, Freya Mavor
FSK: 12
Kinostart: 31.08.2022

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Die Zeit, die wir teilen

(A Propos de Joan) | Frankreich/Deutschland/Irland 2022 | Drama | R: Laurent Larivière | FSK: 12

Verlegerin Joan (Isabelle Huppert) blickt auf ihr Leben zurück. In ständig wechselnden Episoden, die in Irland, Frankreich und Deutschland zu verschiedenen Zeiten spielen, setzt sich nach und nach Joans Geschichte zusammen. Es geht um Abschiede und Wiedersehen, Trauer und Verlust, Liebe und Sehnsucht – und um nicht immer zuverlässige Erinnerungen.

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