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10 Milliarden – Wie werden wir alle satt?

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In seinem neuen Dokumentarfilm fragt sich Valentin Thurn (TASTE THE WASTE), wie es möglich sein wird, genug Essen für die Menschheit zu produzieren, die noch in diesem Jahrhundert auf 10 Milliarden anwachsen wird? Um Antworten auf seine Frage zu finden, reist Thurn um die Welt und besucht Nahrungsmittelproduzenten und Wissenschaftler, Großbauern und Ökoprojekte.

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Vor vier Jahren machte sich Valentin Thurn in TASTE THE WASTE auf die Suche nach den Ursachen und Folgen der maßlosen Verschwendung von Nahrungsmitteln in unserer Gesellschaft: unglaubliche 50 Prozent werden nämlich – oft noch vor Ablauf des Verfallsdatums – entsorgt, vernichtet, weggeworfen. In seinem neuen Dokumentarfilm geht Thurn nun einer verwandten Fragestellung nach. In wenigen Jahren wird die Weltbevölkerung auf 10 Milliarden angewachsen sein. Wird es möglich sein, genug Essen für all diese Menschen zu produzieren? Um Antworten auf seine Frage zu finden, reist Thurn um die Welt und besucht Nahrungsmittelproduzenten, Wissenschaftler, Großbauern und Ökoprojekte. Alle sind sich des Problems bewusst und interessanterweise glauben alle, sie hätten die Lösung parat. Bei Bayer ist man sich sicher, die Welternährung mit genveränderten Pflanzen sichern zu können, bei der „Kali + Salz AG“ setzt man auf Chemiedünger und die Professoren Haruhiko Murase (Osaka) und Mark Post (Maastricht) werkeln in gespenstisch klinischen Laboren an komplett künstlich erzeugten Nahrungsmitteln. Thurn hört sich ihre Argumente freundlich an, stellt ihnen aber die Auswirkungen der industriellen Produktion gegenüber: die Schrecken der Massentierhaltung, die Vernichtung landwirtschaftlicher Flächen durch Futteranbau, die Abhängigkeit der Kleinbauern von Saatgutlieferanten. Thurns Herz gehört den regionalen und ökologischen Projekten, wie der Saatgutbank im indischen Balasore, dem urban gardening Projekt „Growing Power“ von Ex-Baseball-Star Will Allen oder der Initiative „Incredible Edible“ aus England, die überall im Stadtgebiet Nutzpflanzen für alle anbaut. Thurn ist überzeugt: auch wenn die Bio- und Selbstversorger-Projekte auf den ersten Blick weniger ertragreich sind, sind sie der einzige Weg, die Ernährung der Welt zu sichern.

Toni Ohms

Details

Deutschland 2015, 107 min
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Valentin Thurn
Drehbuch: Valentin Thurn, Sebastian Stobbe
Kamera: Hajo Schomerus
Schnitt: Henk Drees
Musik: Dürbeck & Dohmen
Verleih: Prokino Filmverleih
FSK: oA
Kinostart: 16.04.2015

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