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Xenon

Das Xenon Kino befindet sich im Erdgeschoss eines ganz normalen Berliner Miethauses. 1909 eröffnet ist es das zweitälteste noch in Betrieb befindliche Kino Berlins. Vor allem aber ist das Xenon seit seiner Übernahme durch Andreas Wieske im Jahr 1995 das einzige Kino bundesweit, dass seinen Schwerpunkt auf dem queeren Kino hat. Von YVES ST. LAURENT bis FREIER FALL laufen hier alle nahezu Filme mit einem deutschen Kinostart, die einen queeren Bezug aufweisen. Darüber hinaus zeigt das Xenon viele Kinder- und Dokumentarfilme und wann immer möglich Originalfassungen. Mehr

Queer seit 1995
1995 wurde das Kinos Tivoli in Pankow, in dem schon Max Skladanawski in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts sein Bioskop präsentierte, abgerissen und durch einen Lidl-Markt und einen Parkplatz ersetzt. Das Xenon Kino wurde damit das zweitälteste noch in Betrieb befindliche Kino Berlins. Als Kino Colonna öffnete es in der Schöneberger Kolonnenstraße (vor irgendeiner Rechtschreibreform „Colonnenstraße“) 1909 seine Türen. Es war die Zeit in der aufgrund des steigenden Erfolgs der bewegten Bilder damit begonnen wurde, spezielle Vorführsäle einzurichten. Vorher wurden Filme in Varietés, Ladenlokalen und auf Jahrmärkten gezeigt. Der Xenon-Saal erzählt noch die Geschichte des entstehenden Kinos. Man nahm ein ganz gewöhnliches Erdgeschoss in einem ganz gewöhnlichen Berliner Mietshaus, machte einen Durchbruch zum Seitenflügel, Projektor, Stühle, Leinwand rein, Kino fertig.
1983, in einer Zeit zahlreicher Betreiberwechsel wurde das Colonna in Xenon Kino umbenannt. Der Name leitet sich von den in den achtziger Jahren entwickelten Xenon-Projektorlampen her, die nicht nur eine größere Helligkeit des Bildes lieferten, sondern deren Farbtemperatur auch dem natürlichen Licht am nächsten kommt. Die State-of-the-Art-Projektion machte das Xenon in den 80er Jahren auch zu einem regulären Spielort des Forum des Jungen Films während der Berlinale.
Seitdem der heutige Betreiber Andreas Wieske 1995 beim Xenon einstieg, liegt der Schwerpunkt des Programms auf queerem Kino, also Filmen in denen LGBT (aus dem Englischen für Lesbian, Gay, Bisexual und Trans) Lebenswelten eine Rolle spielen. Einen Unterschied zwischen Mainstream- und Arthouse-Kino macht das Xenon dabei nicht. Daneben steht auch viel Kinderkino und Dokumentarisches auf dem Programm. Wenn möglich, werden Filme in der Originalfassung mit Untertiteln gezeigt. Aufgrund des konsequenten Programmprofils ist das Xenon ein kultureller Fixpunkt in der queeren - nicht nur Berliner - Szene. Das liebevoll mit Szenenbildern und ausführlichen Filmbeschreibungen bestückte Programmarchiv auf der Kinowebsite www.xenon-kino.de hat sich über die Jahre zum Lexikon des internationalen queeren Kinos entwickelt. Das Panorama reicht vom Goth-trifft-Disco-Tänzer-Klamauk ADAM AND STEVE (2006, R.: Craig Chester) über Claire Denis´ physisches Legionärdrama BEAU TRAVAIL (1999) bis hin zu Alomodóvars ZERRISSENE UMARMUNG, aber auch Klassiker wie THE GRADUATE werden auf Camp-Komponenten abgeklopft. Russ Meyers FASTER PUSSYCAT! KILL! KILL! steht im Archiv gleich neben Fassbinders FONTANE EFFI BRIEST.
Seit Februar wird das Haus in der Kolonnenstr. 5-6, in dem sich das Xenon befindet, renoviert. Bis auf das Xenon steht das Haus im Moment leer. Die Schmuckfassade soll wieder originalgetreu hergestellt werden, die Innenfassade wird energetisch gedämmt. Da auch neue Rohre und Leitungen durch das Kino verlegt wurden, musste das Xenon im Februar und März 2014 für sechs Wochen schließen. Inzwischen steht das Baugerüst zwar immer noch, aber das Kino ist wieder geöffnet. Das Gerüst ist mittlerweile von einer Trompetenwinde erobert worden. Das Xenon erobert so leicht niemand.

Ausstattung: behindertenzugänglich, 1 Saal

Xenon
Schöneberg

Kolonnenstr. 5
10827 Berlin
Telefon: 030/78 00 15 30
www.xenon-kino.de

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Xenon

Kolonnenstr. 5, 10827 Berlin, Telefon: 030/78 00 15 30, www.xenon-kino.de
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TicketsKartenreservierung: Tel. 030/7800 1530 OmUDie Wunde (FSK: 16)

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