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Eva-Lichtspiele

Die Eva Lichtspiele wurden 1913 unter dem Namen 'Roland Lichtspiele' gegründet und können damit als ältestes Kino Wilmersdorfs gelten. In den 20er Jahren erhielt das Kino nach einem Umbau seinen heutigen Namen und begann, Filme mit Musikbegleitung zu präsentieren - zuerst durch eine Violinistin und später durch ein ganzes Orchester, das durch den Einbau eines zweiten Vorführapparates pausenlos im Einsatz war. Noch heute versetzen viele Einzelheiten des Gebäudes, wie der elegant geschwungende Neonschriftzug an der Fassade, Besucher in die die Glanzzeiten des Kinos zurück. Mehr

Kinoherrlichkeit und Kundenfreundlichkeit
Die Eva-Lichtspiele (vormals Roland Lichtspiele) gehören zu den ältesten Berliner Kinos. Eröffnet 1912/13 (das genaue Datum konnte trotz ausführlicher Recherche nie ermittelt werden), sind sie auf jeden Fall das älteste Kino im bürgerlichen Wilmersdorf. Die Lichtspiele überstanden zwei Weltkriege unbeschadet und wenn man sie betritt, weht einem ein Hauch alter Kinoherrlichkeit entgegen und erinnert an die Zeit, als Kino ein Ereignis und ein Fest war. Hier fanden Stummfilmaufführungen statt als das Medium noch brandneu und mega-hip war. 1920 wurde die Musikbegleitung eingeführt - erst spielte nur eine Violinistin und später dann ein ganzes Orchester. Im Eva waren rauschende Premieren und die Stars der 20er, 30er, 40er und 50er Jahre zu Gast. Der freundliche Glamour, den das Kino bis heute ausstrahlt, stammt allerdings im Wesentlichen aus den 50er Jahren: 1957 wurde der elegante Neon-Schriftzug, einer der schönsten in Berlin, am Eingang installiert, ebenso der mondän geraffte Vorhang, der vor der Vorführung nach oben verschwindet, und die altrosa Wandbespannung, die dem Kino etwas Kuschelig-Plüschiges gibt.
Über die Jahre wurden die Filmstarts und Premieren seltener. In den 80er und 90er Jahren spielte das Eva vor allem die großen Erfolge des Ku’damms nach – bis heute ungeschlagener Kassenerfolg war Milos Formans Mozart-Film AMADEUS, der die Besucherzahlen um 70% ansteigen ließ - zeigte aber auch Repertoire-Programm aus den 30er und 40er Jahren, Filme die die Besucher noch aus ihrer Jugend kannten. 2006 übernahm der jetzige Betreiber Karlheinz Opitz das Kino und schraubt seither sanft an der Programmstruktur, ohne das treue Stammpublikum aus dem Blick zu verlieren. Das Programm wechselt jetzt häufiger und ist abwechslungsreicher geworden. Immer noch, und immer öfter auch zum Start, laufen große Dramen und Komödien wie aktuell HONIG IM KOPF, daneben ist mittlerweile viel Filmkunst und auch Dokumentarisches im Angebot wie Wim Wenders‘ DAS SALZ DER ERDE, Alessandro Iñárritus BIRDMAN, Francois Ozons EINE NEUE FREUNDIN oder die Dokumentation DIE BÖHMS – ARCHITEKTUR EINER FAMILIE über die Architekten-Dynastie Böhm. Kinderkino steht regelmäßig auf dem Programm und seit einiger Zeit werden am Mittwoch alle Filme im Original mit Untertiteln gezeigt.
„Der alte Deutsche Film“ wurde unter Opitz zu einer wöchentlich stattfindenden und liebevoll kuratierten Veranstaltungsreihe ausgebaut, bei der inzwischen über 400 (!) Filme zu sehen waren. Immer mittwochs um 15.45 Uhr gibt es zunächst ein Stück Kuchen und dann stellt Martin Erlenmaier aus dem nahegelegenen Bundesplatz-Kino einen Film aus den 20er – 40er Jahren mit einer persönlichen Einleitung und historischen Einführung vor. Gelegentlich sind das Klassiker wie Friedrich Wilhelm Murnaus DER LETZTE MANN, der im März zu sehen sein wird, oft aber auch einfach die alltäglichen Komödien und Dramen der Zeit. Viele der Zuschauer gehören der Generation 60+ an und kennen die Besetzung der Filme bis in die Nebenrollen. Sie kommen für bestimmte Stars oder auch einfach regelmäßig jede Woche. Inzwischen mischen sich aber auch immer mehr jüngere Besucher ins Publikum, neugierig auf Filme, die manchmal Filmkunst, immer aber hochinteressante Zeitdokumente sind.
Ob man nun einen alten deutschen Film, die aktuelle Stan Laurel und Oliver Hardy-Retrospektive oder Wim Wenders DAS SALZ DER ERDE sehen will, ein Besuch der Eva-Lichtspiele ist immer auch eine Zeitreise in eine Welt, als Kinos noch Theater aus Licht waren. Es ist ein Kino zum Träumen.

Ausstattung: behindertenzugänglich, Klimaanlage, 1 Saal

Eva-Lichtspiele
Wilmersdorf

Blissestr. 18
10713 Berlin

U7, Bus 101/104/249 Blissestrasse

Telefon: 030/92 25 53 05
www.eva-lichtspiele.de

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Eva-Lichtspiele

Blissestr. 18, 10713 Berlin, Telefon: 030/92 25 53 05, www.eva-lichtspiele.de
U7, Bus 101/104/249 Blissestrasse

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