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Bundesplatz-Kino

Das Bundesplatz-Kino gibt es seit 1919, vielleicht auch seit 1913. Über die Vergangenheit liegt Einiges im Dunkeln. Klar ist nur, dass ein neuer Wind weht, seit Karlheinz Opitz, Martin Erlenmaier und Peter Latta das Kino 2011 übernahmen. Sie machten aus dem ziemlich heruntergekommenen Kiezkino ein neues Kinocafé mit sehr eigenem Stil. Gerade mit den filmhistorischen Reihen wie „Zerstörte Vielfalt 1933“ und „No Future - Realität und Lebensgefühl von Jugendlichen im Deutschland der 1980er“ haben sich die Kinomacher Respekt verschafft. Den Schwerpunkt machen natürlich auch im Bundesplatz die aktuellen Produktionen aus, die einmal die Woche auch in OmU zu sehen sind. Mehr

Alles für den Film
Das Bundesplatz-Kino gibt es seit 1919, vielleicht auch seit 1913. Über die Vergangenheit liegt anscheinend Einiges im Dunkeln. Klar ist nur, dass ein neuer Wind weht, seit Karlheinz Opitz, Martin Erlenmaier und Peter Latta das Kino 2011 übernahmen. Sie renovierten den Laden kräftigst und machten aus dem ziemlich heruntergekommenen Kiezkino ein neues Kinocafé mit sehr eigenem Stil. Im puristischen Kinosaal selbst ist alles auf den Film ausgerichtet. Die 87 Plätze sind so ausgerichtet, dass garantiert niemand den Kopf vom Vordermann im Bild hat. Im Vorführraum stehen ein Sony 4k-Digitalprojektor und zwei topgepflegte 35mm-Projektoren. Die sind wichtig, weil das Bundesplatz-Kino regelmäßig Filmreihen mit wertvollen Archivkopien zeigt. Archivkopien dürfen aber nicht gekoppelt, sprich zusammengeklebt werden, deshalb sind zwei Projektoren notwendig.
Heute muss man für eine Filmvorführung nur noch eine superhochaufgelöste Datei überspielen, den sogenannten „Schlüssel“, einen digitalen Code, eingegeben und den Startknopf drücken. Noch vor drei Jahren bestand ein 90-minütiger 35mm-Film aus fünf rund drei Kilo schweren Rollen. Nach alter Schule müssen die Rollen nacheinander einzeln in zwei Projektoren eingefädelt werden und alle 20 Minuten wird „überblendet“, sprich der Projektor gewechselt. In den späten 70er und 80er-Jahren, als erst die Schachtelkinos und dann die Multiplexe in Mode kamen, wurden Filme „gekoppelt“, das heißt, die Rollen wurden zusammengeklebt, und es wurde nur noch mit einem Projektor vorgeführt. Das rationalisierte die Arbeit, weil ein Filmvorführer nun mehrere Säle bespielen konnte, machte aber die Filme kaputt. Die schweren Riesenrollen pressten jedes Staubkorn in die Filmbeschichtung. Die Folge waren grüne oder schwarze Laufstreifen. Außerdem mussten die Filme für den Versand wieder auseinandergeschnitten werden, wobei jedes Mal ein Bild daran glauben musste. Bei älteren Filmen fehlten dann häufig mal ganze Worte in Dialogen.
Das Bundesplatz-Kino führt die wertvollen alten Filme dagegen so schonend wie möglich vor. Gerade mit den filmhistorischen Reihen haben sich die Kinomacher Respekt verschafft. Es gab Reihen zum Nachkriegskino in Ost und West, zu frühen Tonfilmoperetten, Hommagen an Schauspieler wie Theo Lingen, Barbara Rütting, Gert Fröbe, Horst Buchholz, Grete Weiser und an Gerhard Lamprechts Berlin-Filme. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Kinemathek entstanden die Veranstaltungen „Zerstörte Vielfalt 1933“ und „No Future - Realität und Lebensgefühl von Jugendlichen im Deutschland der 1980er“. Im Programm sind auch immer wieder DEFA-Filme aus der DDR-Produktion. Die Konrad-Wolf-Retro im April 2012 war jeden Abend ausverkauft – und das tief im Westen Berlins. Den Schwerpunkt machen natürlich auch im Bundesplatz die aktuellen Produktionen aus, gerade sind unter anderem NYMPH()MANIAC und KREUZWEG zu sehen, im letzten Jahr lief mit großem Erfolg die komplette Langzeitdokumentation BERLIN-ECKE BUNDESPLATZ von Detlef Gumm und Hans-Georg Ullrich.
Ebenso wichtig wie die Qualität der Filmvorführung ist den Kinomachern, die an den meisten Tagen auch persönlich im Kino anzutreffen sind, übrigens auch die Qualität des Rotweins, der im Café angeboten wird und an warmen Tagen auch vor dem Kino auf dem Bundesplatz genossen werden kann.

Ausstattung: behindertenzugänglich, 1 Saal

Bundesplatz-Kino
Wilmersdorf

Bundesplatz 14
10715 Berlin

U9, S 41/42/46, Bus 248/N9 U+S-Bahnhof Bundesplatz

Telefon: 030/85 40 60 85
www.bundesplatz-kino.de/

Vorführungen

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Bundesplatz-Kino

Bundesplatz 14, 10715 Berlin, Tel.: 030/ 8540 60 85, www.bundesplatz-kino.de
U9, S 41/42/46, Bus 248/N9 U+S-Bahnhof Bundesplatz

HEUTE

15:30

TicketsKartenreservierung: Tel. 030/85 40 60 85 OmUGauguin (FSK: 6)

18:00

TicketsKartenreservierung: Tel. 030/85 40 60 85 OmUIl divo - Der Göttliche (FSK: 12)

20:30

TicketsKartenreservierung: Tel. 030/85 40 60 85 OmUManifesto (FSK: oA)

25.11. – Sa

15:30

TicketsKartenreservierung: Tel. 030/85 40 60 85 Die Unsichtbaren - Wir wollen leben (FSK: 12)

18:00

TicketsKartenreservierung: Tel. 030/85 40 60 85 Gauguin (FSK: 6)

20:30

TicketsKartenreservierung: Tel. 030/85 40 60 85 OmUManifesto (FSK: oA)

26.11. – So

11:00

TicketsKartenreservierung: Tel. 030/85 40 60 85 Friedenale: Töchter ohne Väter , m. Gast

13:30

TicketsKartenreservierung: Tel. 030/85 40 60 85 Karakum (FSK: 6)

15:30

TicketsKartenreservierung: Tel. 030/85 40 60 85 Die Überlebenden (1996) , m. Gast

18:00

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20:30

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27.11. – Mo

15:30

TicketsKartenreservierung: Tel. 030/85 40 60 85 Weit: Die Geschichte von einem Weg um die Welt (FSK: oA)

18:00

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20:30

TicketsKartenreservierung: Tel. 030/85 40 60 85 OmUManifesto (FSK: oA)

28.11. – Di

16:00

TicketsKartenreservierung: Tel. 030/85 40 60 85 OmUManifesto (FSK: oA)

18:00

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TicketsKartenreservierung: Tel. 030/85 40 60 85 OmUDer Club der toten Dichter , m. Gast (FSK: 12)

29.11. – Mi

15:30

TicketsKartenreservierung: Tel. 030/85 40 60 85 Die Unsichtbaren - Wir wollen leben (FSK: 12)

18:00

TicketsKartenreservierung: Tel. 030/85 40 60 85 Gauguin (FSK: 6)

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TicketsKartenreservierung: Tel. 030/85 40 60 85 OmUManifesto (FSK: oA)

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