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Whitney – Can I Be Me?

Ultra-cleanes Image

Whitney Houstons strenger Glaube kollidierte ebenso mit ihrem turbulenten Privatleben wie die Inszenierung als brave, weißgewaschene Pop-Königin. Der Dokumentarfilm der erfahrenen Pop-Doku-Filmer Nick Broomfield und Rudi Dolezal macht diesen Bruch für ihren frühen Tod mitverantwortlich.

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Der Dokumentarfilm WHITNEY: CAN I BE ME von den erfahrenen Pop-Doku-Filmern Nick Broomfield (KURT & COURTNEY) und Rudi Dolezal (ca. 100 Pop-Dokus für das österreichische Fernsehen) wirft ein weites Netz aus, um zu erklären warum Ex-Superstar Whitney Houston 2012 mit 48 Jahren gestorben ist. Da ist die strenge, baptistische Erziehung durch Whitneys Mutter, die Gospel-Sängerin Cissy, die für sich in Anspruch nimmt Whitney „ausgebildet“ zu haben. Es gibt Geschichten früher Drogenerfahrungen mit ihren Brüdern, und dazu die Aussagen von Musik-Industrie-Managern, die Whitney von vornherein als „sauberen“ schwarzen Star für das weiße Mainstream-Publikum konzipierten. Houstons strenger Glaube kollidierte ebenso mit ihrem Privatleben wie die Inszenierung als brave, weißgewaschene Pop-Königin: Insgeheim führte Whitney über Jahrzehnte eine Beziehung mit einer lesbischen Frau, Robyn Crawford – eine Beziehung, die sie nicht einmal ihrer Mutter, geschweige denn der Öffentlichkeit gegenüber, je eingestanden hat. Gleichzeitig war sie mit dem R&B-Sänger Bobby Brown verheiratet, wobei die Dreiecksbeziehung immer wieder zu Dfferenzen führte.
WHITNEY: CAN I BE ME zeigt Backstage-Aufnahmen von Houstons letzter erfolgreicher Europa-Tournee 1999, bei der die Spannungen innerhalb Houstons Entourage eskalierten. Zu sehen ist dabei vor allem reichlich bedröhntes Herumgealbere, das kaum etwas mit dem ultra-cleanen Image zu tun hat, das Houston in TV-Interviews vermittelte. Szenen, in denen Houston ihre Tochter Bobbi Kristina auf die Bühne zerrt, wirken furchtbar übergriffig. Bobbi Kristina starb mit 22, drei Jahre nach ihrer Mutter. Houstons öffentliches, ferngesteuertes, vollständig zielgruppengerecht inszeniertes Leben mag geholfen haben, den Pop-Mainstream-Markt für interessantere schwarze Künstlerinnen wie Aaliyah, Rihanna oder Beyoncé zu öffnen. Sie selbst war offenbar mit der ihr auferlegten Rolle überfordert.

Hannes Stein

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Details

Originaltitel: Whitney – Can I Be Me
Großbritannien/USA 2017, 104 min
Genre: Dokumentarfilm, Musikfilm
Regie: Nick Broomfield, Rudi Dolezal
Drehbuch: Nick Broomfield, Rudi Dolezal
Kamera: Sam Mitchell
Schnitt: Marc Hoeferlin
Verleih: Arsenal Filmverleih
FSK: 6
Kinostart: 08.06.2017

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Whitney - Can I Be Me?

(Whitney – Can I Be Me) | Großbritannien/USA 2017 | Dokumentarfilm, Musikfilm | R: Nick Broomfield, Rudi Dolezal | FSK: 6

Whitney Houstons strenger Glaube kollidierte ebenso mit ihrem turbulenten Privatleben wie die Inszenierung als brave, weißgewaschene Pop-Königin. Der Dokumentarfilm der erfahrenen Pop-Doku-Filmer Nick Broomfield und Rudi Dolezal macht diesen Bruch für ihren frühen Tod mitverantwortlich.

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