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Siebzehn

Ambivalente Gefühlswelt

Im Französischunterricht ist die 17-jährige Paula gefangen zwischen Liebesdefinitionen von Bovary und Proust, in ihrem privaten Liebesleben zwischen der schüchternen Charlotte und der extrovertierten Lilli. Gewinner des Max-Ophüls-Preises 2017.

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„Weißt du schon, was du später mal machen möchtest?“, ist eine Frage, die man mit siebzehn Jahren sehr oft gestellt bekommt. Eine Frage, die stellvertretend für diesen Lebensabschnitt und dessen ambivalente Gefühlswelt steht. Auf der einen Seite hat sie etwas Beruhigendes, weil ihr Tempus impliziert, dass noch genug Zeit bleibt, um Antworten zu finden. Zugleich führt diese Frage zu einer überfordernden Drucksituation. Zwar wird sie in SIEBZEHN nie gestellt, bildet aber gewissermaßen das Leitthema des Films. Wie in vielen Coming-of-Age-Filmen dieser Art ist die Protagonistin ein Teenie, den die ganzen Fragezeichen in eine nachdenkliche Isolation versetzen. Manchmal prallt Paula (Elisabeth Wabitsch) buchstäblich an ihrer Umwelt ab und schreckt aus ihrer Gedankenwelt hoch. Sie wirkt etwas verloren in den tiefenentspannten, sonnendurchfluteten Sommerbildern, in denen Regisseurin Monja Art (FOREVER NOT ALONE) allmählich ein zartes Liebesdreieck entwirft. Im Französischunterricht ist Paula gefangen zwischen Liebesdefinitionen von Bovary und Proust, in ihrem privaten Liebesleben zwischen der schüchternen Charlotte (Anaelle Dézsy) und der extrovertierten Lilli (Alexandra Schmidt). Wie im Unterricht und in Gesprächen zwischen den Freunden vermeintliche Nebensächlichkeiten zu Hauptsachen werden, sind auch die feinen Beobachtungen in SIEBZEHN die großen Momente. Eine Berührung beim Bierholen erzählt von Anziehung und Verständnis, nicht abgeschickte Nachrichten von Paulas unentschlossenem Innenleben, und popkulturelle Referenzen von einer gegenwärtigen Teenager-Generation. Fast beiläufig geht Monja Art dabei in eigenständigen Momenten auf so viele verschiedene Aspekte von Paulas jugendlichem Leben ein, dass man das Kino so durcheinander verlässt wie ein Siebzehnjähriger.

Hardy Zaubitzer

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Details

Österreich 2017, 103 min
Genre: Drama
Regie: Monja Art
Drehbuch: Monja Art
Kamera: Caroline Bobek
Schnitt: Claudia Linzer, Monja Art
Verleih: Edition Salzgeber
Darsteller: Christopher Schärf, Alexandra Schmidt, Elisabeth Wabitsch, Anaelle Dézsy
FSK: 12
Kinostart: 27.04.2017

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Siebzehn

Österreich 2017 | Drama | R: Monja Art | FSK: 12

Im Französischunterricht ist die 17-jährige Paula gefangen zwischen Liebesdefinitionen von Bovary und Proust, in ihrem privaten Liebesleben zwischen der schüchternen Charlotte und der extrovertierten Lilli. Gewinner des Max-Ophüls-Preises 2017.

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Zukunft

27.05. – Sa

TicketsKartenreservierung: Tel. 0176/57861079 (Das Reservierungstelefon ist ab 18 Uhr besetzt.) OmeU16:00

28.05. – So

TicketsKartenreservierung: Tel. 0176/57861079 (Das Reservierungstelefon ist ab 18 Uhr besetzt.) OmeU16:00

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