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Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes

Suche nach Liebe und Solidarität

Auf der Suche nach Liebe und Solidarität stolpert das alter ego des Regisseurs Julian Radlmeier durch die Apfelplantagen der Ausbeuter. Ein „burlesker Essayfilm“ über Marxismus, Franz von Assissi und das Berliner Intellektuellenmilieu.

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Der Zuschauer weiß zu Beginn des Films SELBSTKRITIK EINES BÜRGERLICHEN HUNDES von Julian Radlmeier womöglich nicht genau, um was es sich handeln soll: Visuell erinnern die komponierten Standbilder, in denen skurrile Gestalten entweder angepflockt stehen oder querfeldein streunen, an die Filme von Straub-Huillet. Erzählt wird aber eine simuliert autobiographische Selbstverwirklichungsgeschichte, geführt von der Voice-Over-Stimme des Regisseurs selbst. Die theoretischen Dialoge, die Amateurschauspieler und vor allem das launige Springen von Einfall zu Einfall wirken dabei studentisch-verspielt. Radlmeier nennt das einen "burlesken Essayfilm" – und das trfft es schon. Thematisch verhandelt er die Umstände eines improvisierten Filmprojekts zum Kommunismus in heutiger Zeit, doch schnell verschränken sich die Ebenen und man weiß nicht: befindet man sich noch im Film des "echten" Regisseurs, seines Erzählers oder des Alter-Ego-Darstellers, der konsequent von Julian Radlmeier selbst gespielt wird. Dieser stolpert sich auf der Suche nach Solidarität und Liebe durch die Apfelplantagen der Ausbeuter, Franz von Assissi spielt auch eine tragende Rolle, außerdem erleben wir einige schön absurde Szenen aus dem Berliner Intellektuellenmilieu. So sehr die Bilder des Films ansprechen und so treffend drollig auch die Selbstkritik dieser Fabel von einem, der in die Welt zog, sein mag, so ziel- und ratlos bleiben doch Einfälle und der etwas naive Überbau des Films. Raffiniert ist dann seine ironische Schlussvolte: zwei Darsteller müssen nach dem Berlinalefilm im (Berlinale-)Film in ersterem verbleiben – und zwar im Gefängnis. So umschließt der Film das reale Elend wieder – und verwandelt das Leben des vorgeführten Regisseurs zuletzt wortwörtlich in ein Hundeleben.

Hendrik Jackson

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Details

Deutschland 2016, 99 min
Genre: Komödie
Regie: Julian Radlmaier
Drehbuch: Julian Radlmaier
Kamera: Markus Koob
Verleih: Grandfilm Verleih
Darsteller: Johanna Orsini-Rosenberg, Ilia Korkashvili, Deragh Campbell, Benjamin Forti, Julian Radlmaier
FSK: oA
Kinostart: 08.06.2017

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Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes

Deutschland 2016 | Komödie | R: Julian Radlmaier | FSK: oA

Auf der Suche nach Liebe und Solidarität stolpert das alter ego des Regisseurs Julian Radlmeier durch die Apfelplantagen der Ausbeuter. Ein „burlesker Essayfilm“ über Marxismus, Franz von Assissi und das Berliner Intellektuellenmilieu.

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