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Ein Dorf sieht schwarz

Frankreich 1975: Seyolo Zantoko bekommt einen Job in einem Kaff nördlich von Paris angeboten bekommt. Er erwartet Pariser Stadtleben, trifft aber auf Dorfbewohner, die zum ersten Mal in ihrem Leben einem afrikanischen Arzt begegnen.

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Zu den Lieblingsthemen des Kinos gehört immer schon der Culture Clash, also das Aufeinanderprallen zweier höchst unterschiedlicher Welten. Denn auf der Leinwand passt das, was auf den ersten Blick nicht zusammenpasst, eben meistens doch ganz wunderbar, denn komisches wie dramatisches Potential bergen solche Konfliktkonstellationen zuhauf – und im Idealfall haben zum Happy-End sogar alle noch was dazugelernt. Besonders beliebt sind natürlich wahre Geschichten, so wie „Ein Dorf sieht schwarz“ nun eine ist. Im Dörfchen Marly-Gomont sucht man in den Siebziger Jahren verzweifelt nach einem Arzt und überredet den aus dem Kongo stammenden Dr. Seyolo Zantoko (Marc Zinga), sich direkt nach dem Uni-Abschluss in der französischen Provinz niederzulassen. Die von Paris träumende Gattin Anne (Aissa Maiga) und die beiden Kinder sind alles andere als begeistert, doch die meisten Dorfbewohner sind es noch weniger. Aber natürlich weichen die Fronten früher oder später auf, wozu unter anderem Schwangerschaften, Kneipenbesuchen und Fußball beitragen.
Man kann wahrlich nicht behaupten, dass die Handlung von „Ein Dorf sieht schwarz“ sonderlich unerwartet verläuft. Auch darf man davon ausgehen, dass Regisseur Julien Rambaldi (der für das Drehbuch auch mit dem echten Sohn des Protagonisten kollaborierte) die Realität einigermaßen geschönt präsentiert, so problemlos lassen sich hier Rassismus oder Wahlbetrug aus dem Weg räumen. Wirklich übelnehmen mag man dem Film außer seinem unsäglichen deutschen Titel allerdings kaum etwas. Denn Rambaldi orientiert sich spürbar und stilsicher weniger an den bisweilen arg albernen französischen Komödien der letzten Zeit, sondern eher an britischen Vorbildern wie „East is East“ oder „Kinky Boots“. Und mit deren Witz und Charme kann er – auch dank eines gut aufgelegten Ensembles – über weite Strecken mithalten.

Patrick Heidmann

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Details

Originaltitel: Bienvenue à Marly-Gomont
Frankreich 2016, 94 min
Sprache: Französisch
Genre: Komödie
Regie: Julien Rambaldi
Drehbuch: Benoît Graffin, Kamini Zantoko, Julien Rambaldi
Kamera: Yannick Ressigeac
Schnitt: Stéphane Pereira
Musik: Emmanuel Rambaldi
Verleih: Prokino
Darsteller: Jonathan Lambert, Marc Zinga, Rufus, Aïssa Maïga
FSK: oA
Kinostart: 20.04.2017

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Ein Dorf sieht schwarz

(Bienvenue à Marly-Gomont) | Frankreich 2016 | Komödie | R: Julien Rambaldi | FSK: oA

Frankreich 1975: Seyolo Zantoko bekommt einen Job in einem Kaff nördlich von Paris angeboten bekommt. Er erwartet Pariser Stadtleben, trifft aber auf Dorfbewohner, die zum ersten Mal in ihrem Leben einem afrikanischen Arzt begegnen.

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