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Die Taschendiebin

Sinnliches Meisterwerk

Park Chan-Wooks neuer Film DIE TASCHENDIEBIN spielt im Japan der 1930er Jahre und handelt von Liebe und Verführung, von Täuschung und Selbsttäuschung und vom Kolonialismus, der in Korea zur Ausbildung einer neuen, von Japan inspirierten Oberschicht führte.

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Park Chan-Wooks neuer Film DIE TASCHENDIEBIN handelt von Liebe und Verführung, von Täuschung und Selbsttäuschung, und vom Kolonialismus, der in Korea zur Ausbildung einer neuen, von Japan inspirierten Oberschicht führte. Nach der furiosen Rache-Trilogie (SYMPATHY FOR MR. VENGEANCE, OLD BOY, LADY VENGEANCE), dem melancholisch-schräg verspielten I’M A CYBORG, BUT THAT’S OK, dem unterkühlten Horrorthriller DURST und Parks Hollywood-Debüt STOKER, der Parks träumerische Bildsprache in einen klassischen Hitchcock-Familien-Plot übersetzte, ist DIE TASCHENDIEBIN eine großartige Überraschung. DIE TASCHENDIEBIN spielt in den dreißiger Jahren, zur Zeit der japanischen Besetzung Koreas. Die Taschendiebin Suki (Kim Tae-ri) wird von Hochstapler Graf Fujiwara, der natürlich weder Graf, noch Japaner ist, als Hausmädchen in den Haushalt des reichen, exzentrischen Kuzuki eingeschleust, der es mit seiner Anpassung an Kolonialmächte so weit getrieben hat, dass sein Haus zur Hälfte als britisch-viktorianische Mansion, zur anderen Hälfte im japanischen Stil gebaut ist. Suki soll Lady Hideko (Kim Min-Hee), die Nichte des Hausherrn beeinflussen, die der Hochstapler in der Rolle des japanischen Grafen verführen und heiraten will, um an ihr Geld zu kommen. Hideko wird von ihrem Onkel gefangen gehalten, und zur Unterhaltung seiner Gäste muss sie erotische Geschichten vorlesen. Dabei sitzt sie in vollem Ornat einer japanischen Geisha auf einer Bühne, um mit wenigen Gesten die Gäste in sexuelle Ekstase zu versetzen. Hideko ist selbst eine perfekt ausgebildete Verführerin.
Alle Personen in DIE TASCHENDIEBIN tragen Verkleidungen und Masken, und in den drei Perspektiven, aus denen Park erzählt, enthüllt sich erst allmählich das ganze Bild, in immer neuen Wendungen. Im Zentrum steht die Anziehung zwischen Hideko und Suki, bei der die Machtverhältnisse und das wahre Begehren lange im Dunkel bleiben. Ein ebenso elegantes wie opulentes und sinnliches Meisterwerk.

Tom Dorow

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Details

Originaltitel: Ah-ga-ssi
Korea 2016, 145 min
Genre: Drama, Liebesgeschichte
Regie: Park Chan-Wook
Drehbuch: Park Chan-Wook, Sydney Lim
Kamera: Chung-Hoon Chung
Musik: Cho Young-Wuk
Verleih: Koch Media
Darsteller: Ha Jung-Woo, Kim Min-hee, Kim Tae-ri, Cho Jin-Woong, Moon So-ri
Kinostart: 05.01.2017

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Die Taschendiebin

(Ah-ga-ssi) | Korea 2016 | Drama, Liebesgeschichte | R: Park Chan-Wook

Park Chan-Wooks neuer Film DIE TASCHENDIEBIN spielt im Japan der 1930er Jahre und handelt von Liebe und Verführung, von Täuschung und Selbsttäuschung und vom Kolonialismus, der in Korea zur Ausbildung einer neuen, von Japan inspirierten Oberschicht führte.

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