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Der Stern von Indien

Tragische Teilung

Eine dramatische Liebesgeschichte umrahmt Gurinder Chadhas Historienfilm über die letzten Tages des britischen Regimes in Indien. Als er seinen Dienst am Hof des letzten Vizekönigs antritt, trifft der junge Hindu Jeet Kumar seine große Liebe wieder. Doch Aalia Noor ist Muslima und bereits verlobt.

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Eine dramatische Liebesgeschichte umrahmt Gurinder Chadhas Kostümfilm über die letzten Tages des britischen Regimes in Indien. Als er seinen Dienst am Hof des letzten Vizekönigs, Lord Mountbatten, antritt, trifft der junge Hindu Jeet Kumar seine große Liebe aus dem Heimatdorf wieder, die dort als Übersetzerin für die Tochter Mountbattens arbeitet. Doch Aalia Noor ist Muslima und bereits verlobt. Scheint eine gemeinsame Zukunft anfangs noch möglich, reißen die zunehmenden Spannungen zwischen Hindus und Muslimen das Paar immer weiter auseinander. Denn das wahre Drama des Films ist die große Politik: Während die Anhänger Ghandis und Nehrus von einem freien, vereinten Indien träumen, propagieren die Muslime, die Angst haben, in der Minderheit zu sein, einen eigenen Staat Pakistan. Die Auseinandersetzungen werden immer gewalttätiger, und von beiden Seiten werden Massaker verübt. Die Briten sind weitgehend machtlos, oder vielmehr drücken sie sich vor der Verantwortung. Ihr Ziel ist ein möglichst schneller Rückzug: In nur fünf (!) Wochen sollen die Grenzen zwischen den nagelneuen Staaten nach Religionszugehörigkeit gezogen werden. Grenzen, die mitten durch Dörfer und Familien gehen.
Gekonnt verwebt Chadha Staatsgeschäfte, ein Porträt der unkonventionellen Mountbattens, die multi-religiöse Liebegeschichte und den absurden, ritualisierten Alltag bei Hofe. Manchmal kommt das alles so gut zusammen wie in jener Szene, in der die Güter des Palastes aufgeteilt werden. Achtzig Prozent der Besitztümer sollen an die zukünftige Republik Indien gehen, zwanzig Prozent an Pakistan. Das betrifft die Silberlöffel ebenso wie die Bestände der Bibliothek. Jane Austen kommt nach Indien, die Brontës gehen nach Pakistan. Als die Enzyklopädie an der Reihe ist, verweigert die Bibliothekarin die Teilung. Diese Option haben die Angestellten, die sich für eine Staatszugehörigkeit entscheiden müssen, nicht.

Hendrike Bake

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Details

Originaltitel: Viceroy's House
Großbritannien/Indien 2017, 107 min
Genre: Drama, Historienfilm
Regie: Gurinder Chadha
Drehbuch: Gurinder Chadha, Moira Buffini, Paul Mayeda Berges
Kamera: Ben Smithard
Schnitt: Victoria Boydell, Valerio Bonelli
Musik: A.R. Rahman
Verleih: Tobis Filmverleih
Darsteller: Simon Callow, Michael Gambon, Hugh Bonneville, Gillian Anderson
FSK: 6
Kinostart: 10.08.2017

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Der Stern von Indien

(Viceroy's House) | Großbritannien/Indien 2017 | Drama, Historienfilm | R: Gurinder Chadha | FSK: 6

Eine dramatische Liebesgeschichte umrahmt Gurinder Chadhas Historienfilm über die letzten Tages des britischen Regimes in Indien. Als er seinen Dienst am Hof des letzten Vizekönigs antritt, trifft der junge Hindu Jeet Kumar seine große Liebe wieder. Doch Aalia Noor ist Muslima und bereits verlobt.

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