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6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage – Die Morde des NSU 

Rassismus als Dienstanweisung

Sobo Swobodniks Dokumentarfilm über die Morde der NSU ist formal streng komponiert: über einem Drone- und Electronic Percussion-Soundtrack werden in Kapiteln die Morde und deren Ermittlung rekapituliert. Dabei tritt der Alltagsrassismus der Polizei erschreckend deutlich zutage.

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Sobo Swobodniks Dokumentarfilm über die Morde der NSU ist formal streng komponiert: Über einem Drone- und Electronic Percussion-Soundtrack mit eingesprengselten Folk-Elementen werden die Morde in Kapiteln behandelt. Schauspieler sprechen Texte, zunächst von Angehörigen über ihre Erinnerungen an die Ermordeten. Dann wird der Tathergang in Pressestimmen präzise geschildert. Als nächstes geht es um die „Ermittlungen“ der Polizei, und die Art und Weise, wie die Familien der Opfer von der Polizei terrorisiert wurden. Texte von Angehörigen, in denen sie die persönliche Bedeutung ihres Verlusts beschreiben, beschließen die einzelnen Kapitel. Dazu zeigt die Kamera Bilder, zunächst nur von unwirtlichen Orten, winterlichen Straßenkreuzungen, Verkehr. Später kommen die Tatorte ins Bild, aus verschiedenen Perspektiven. Durch die strenge Wiederholung der Fakten und Eindrücke, und die ruhige, nüchterne Sprechweise der Schauspieler öffnen sich Reflexionsräume. Wie konnte die Bande so lange morden, ohne dass die Polizei in der Lage war, die Serienmorde in Zusammenhang mit einer intensiv überwachten Szene zu bringen? Eine Antwort liefern Sätze wie der von Kriminalhauptkommissar Udo Hassmann: „Vor dem Hintergrund, dass die Tötung eines Menschen in unserem Kulturkreis mit einem hohen Tabu belegt ist, ist abzuleiten, dass der Täter hinsichtlich seines Verhaltenssystems weit außerhalb der hiesigen Wert- und Normensysteme zu verorten ist“. Der Rassismus, der hier zur Dienstanweisung wird, ist sicher das Hauptproblem. Die Grundsätze, nach denen die deutschen Ermittlungsbehörden arbeiten, stellen damit sicher, dass nie ermittelt werden kann, ob es in den Sicherheitsbehörden selbst rechtsterroristische Zellen gibt.

Tom Dorow

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Details

Originaltitel: 6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage. Die Morde des NSU
Deutschland 2016, 76 min
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Sobo Swobodnik
Drehbuch: Sobo Swobodnik
Kamera: Sobo Swobodnik
Schnitt: Manuel Stettner
Musik: Elias Gottstein
Verleih: Partisan Filmverleih
Kinostart: 18.05.2017

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6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage - Die Morde des NSU 

(6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage. Die Morde des NSU) | Deutschland 2016 | Dokumentarfilm | R: Sobo Swobodnik

Sobo Swobodniks Dokumentarfilm über die Morde der NSU ist formal streng komponiert: über einem Drone- und Electronic Percussion-Soundtrack werden in Kapiteln die Morde und deren Ermittlung rekapituliert. Dabei tritt der Alltagsrassismus der Polizei erschreckend deutlich zutage.

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