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120 BPM

C’est la vie

Anfang der 1990er-Jahre kämpft die Pariser Aktivistengruppe ACT UP (AIDS Coalition to Unleash Power) gegen die Ignoranz von Bürgern und Regierung und gegen korrupte Pharmaunternehmen.

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Der Puls steigt. Die Zeit ist knapp. „Wir sterben“, ist ein Slogan-Vorschlag für Plakate, mit denen die Pariser Aktivistengruppe ACT UP (AIDS Coalition to Unleash Power) die französischen Bürger Anfang der 1990er-Jahre aufwecken will. Andere Plakate zeigen geschützten schwulen Analsex, lesbischen Oralsex und eine Heroin-Spritze unter dem Titel „C’est la vie“ Ihre Kampfansage richtet sich nicht nur gegen die Ignoranz der Menschen („Ich bekomme euer Scheiß-AIDS jedenfalls nicht.“), sondern auch gegen korrupte Pharmaunternehmen und die Krankheit selbst. Jeden Moment kann jemand vom Stuhl kippen, deshalb gibt es nur einen Weg: vorwärts. So sind die zumeist jungen Aktivisten gezwungen, in vorderster Front zu kämpfen und nacheinander zu sterben. Das Leben bleibt ihnen verwehrt: „Ich bin HIV-positiv, das ist alles.“
Fragen nach der richtigen Vorgehensweise zerfressen die Gruppierung von innen wie von außen. Schmierige Anzugträger werfen ihnen inadäquates Verhalten bei ihren aktivistischen Auftritten vor. Bei den Sitzungen wird heiß debattiert, wo die Grenze von Gewaltfreiheit liegt, doch es ist schwer, bei diesen Ungerechtigkeiten nicht die Fassung zu verlieren. Vor allem für Sean, den Nahuel Pérez Biscayart mit einer feurigen Präsenz spielt. Ihm rinnt die Zeit durch die Finger, während seine Kraft schwindet. Er ist es jedoch auch, der von sich selbst sagt, das Leben seit dem Beginn seiner Krankheit intensiver zu erleben. Wenn alle zusammen tanzen, verlangsamt sich die Zeit im stroboskopischen Lichtgewitter. Die Probleme geraten in den Hintergrund und die winzigen Staubkörner in der Luft erscheinen riesig im Fokus. Obwohl alles unerbittlich und zwecklos erscheint, wirkt der kleine Hoffnungsschimmer auf einmal ganz groß. Am Ende ist dann alles still. Bis der Puls wieder einsetzt.

Hardy Zaubitzer

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Details

Originaltitel: 120 battements par minute
Frankreich 2017, 143 min
Genre: Drama
Regie: Robin Campillo
Drehbuch: Robin Campillo, Philippe Mangeot
Kamera: Jeanne Lapoirie
Schnitt: Robin Campillo
Musik: Arnaud Rebotini
Verleih: Edition Salzgeber
Darsteller: Adele Haenel, Nahuel Pérez Biscayart, Arnaud Valois, Antoine Reinartz, Yves Heck
FSK: 16
Kinostart: 30.11.2017

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(120 battements par minute) | Frankreich 2017 | Drama | R: Robin Campillo | FSK: 16

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